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Burschenschaftler treffen sich in Stuttgart, um ein anti-rechtsradikales Bild zu demonstrieren. © dpa
23.11.2012

Burschenschaften kämpfen gegen rechtslastige Tendenzen in den eigenen Reihen

Stuttgart. Die Burschenschaften im Südwesten fürchten um ihren Ruf. Oft wird ihnen nachgetragen rechtsradikalen Grundsätzen zu folgen. Beim Treffen ihres Dachverbandes fordern sie nun den Ausschluss ultrakonservativer Bünde.

Bildergalerie: Burschenschaften fürchten um ihren Ruf

Die Deutsche Burschenschaft will ihre Flügelkämpfe beenden. Auf dem außerordentlichen Treffen in Stuttgart an diesem Freitag will der Verband versuchen, die internen Querelen zu beenden und die Einheit zu retten. Die Vertreter der rund 100 Burschenschaften mit geschätzt 10 000 Mitgliedern wollen bis Sonntag über die strittigen Themen debattieren. Dabei geht es vor allem um den Umgang mit rechtsradikalen Tendenzen und die Aufnahmepolitik der studentischen Verbindungen. In Stuttgart soll das in Eisenach zerschlagene Porzellan wieder geklebt werden. Im Juni war der Burschentag in Thüringen vorzeitig aufgelöst worden, weil sich die Kontrahenten so sehr ineinander verkeilt hatten, dass keine Einigung mehr möglich schien.