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Sozialministerin Monika Stolz ist gegen einen regelmäßigen Armuts- und Reichtumsbericht für Baden-Württemberg.
CDU gegen Armuts- und Reichtumsbericht © dpa
01.08.2010

CDU gegen regelmäßigen Armuts- und Reichtumsbericht

STUTTGART. Sozialministerin Monika Stolz (CDU) hat sich gegen einen regelmäßigen Armuts- und Reichtumsbericht für Baden-Württemberg ausgesprochen. „Ein Bericht bewahrt kein Kind und keine Familie vor Armut“, sagte Stolz am Montag der dpa und widersprach damit einer Forderung der Caritas, Armut müsse anders bekämpft werden.  

 

„Erwerbseinkommen ist und bleibt die größte und beste Möglichkeit, von der Armutsgefährdung wegzukommen“, sagte Stolz. Und weiter: „Wir wissen sehr genau, wie die Situation der Familien in Baden-Württemberg ist.“ Vor allem bestmögliche Chancen auf Bildung, Ausbildung und Arbeit könnten Armut verhindern.

 

Die SPD-Landtagsfraktion unterstützt die Forderung der Caritas nach einem regelmäßigen Armuts- und Reichtumsbericht. „Das Ministerium hat sich diesem Thema bisher immer verweigert. Auch wir haben bereits mehrfach einen solchen Bericht gefordert“, sagte SPD-Fraktionsvize Katrin Altpeter am Montag der dpa. Es gebe zwar eine Vielzahl von unterschiedlichen Daten zum Thema Armut. Aber diese seien nur punktuell und nicht repräsentativ für das ganze Bundesland. „Was wir brauchen, sind aktualisierte und verlässliche Daten und Fakten aus dem ganzen Land. Auch um Ansatzpunkte zu haben, wo wir eingreifen können“, sagte Altpeter.