nach oben
Er will es wissen: Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl möchte seine Partei 2016 dem Vernehmen nach als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führen.
CDU-Kreise: Strobl will Spitzenkandidat werden © dpa
20.01.2014

CDU-Kreise: Strobl will Spitzenkandidat werden

Stuttgart. Baden-Württembergs CDU-Chef Thomas Strobl will seine Partei 2016 dem Vernehmen nach als Spitzenkandidat in die Landtagswahl führen. Strobl habe bei der CDU-Klausur am Wochenende in Kloster Schöntal intern seinen Anspruch deutlich gemacht, hieß es am Montag aus seinem Umfeld. «Er hat seinen Hut in den Ring geworfen», sagte ein Vorstandsmitglied der Nachrichtenagentur dpa in Stuttgart. Damit wurden entsprechende Medienberichte bestätigt.

CDU-Bundesvize Strobl hatte in seiner Rede in Schöntal erklärt, er habe seine Entscheidungen bei der Regierungsbildung in Berlin so getroffen, dass er sich voll auf das Land konzentrieren könne. Er wolle alles dafür tun, um «dieses grün-rote Übel» in Baden-Württemberg zu beenden. Dem Vernehmen nach hätte er Staatssekretär werden können, was er aber abgelehnt habe.

Neben dem 53-jährigen Strobl gelten CDU-Landtagsfraktionschef Peter Hauk und Parlamentspräsident Guido Wolf als mögliche Spitzenkandidaten. Die Südwest-CDU hatte jedoch schon vor längerem beschlossen, den Herausforderer von Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) in einer Mitgliederbefragung zu küren.

Hier gibt es Differenzen über den Zeitplan. Strobl hatte am Wochenende nicht ausgeschlossen, dass die CDU ihr Zugpferd für die Wahl bereits 2014 bestimmt. Hauk soll sich darüber dem Vernehmen nach geärgert haben. «Mein letzter Kenntnisstand war, dass die Mitgliederbefragung 2015 sein soll», hatte er erklärt.