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29.09.2015

CDU-Landtagsfraktion gegen Trennung von Flüchtlingen nach Religionen

Die CDU-Landtagsfraktion hat sich für eine Trennung von ankommenden Flüchtlingen nach Nationen ausgesprochen, der Trennung nach Religionen aber eine Absage erteilt. «Die Integration in den Aufnahmeeinrichtungen gleich mit einer Trennung von religiösen Gruppen zu beginnen, ist wenig zielführend», sagte der integrationspolitische Sprecher Bernhard Lasotta.

Integration müsse von Anfang an auf Verbindendes setzen und nicht auf Trennendes. Klar sei aber auch: Wer in einer Erstaufnahmeeinrichtung Gewalt gegen Flüchtlinge anderer religiöser Gruppen ausübe, müsse zur Rechenschaft gezogen werden. Lasotta spielte damit auf die Vorfälle vom Sonntagabend an, bei denen sich im nordhessischen Kassel-Calden 300 Albaner mit 70 Pakistanern geprügelt hatten. Die Gewerkschaft der Polizei hatte daraufhin eine getrennte Unterbringung von Christen und Muslimen in den Flüchtlingsunterkünften ins Gespräch gebracht.

Umfrage

Sollten Asylbewerber nach Religionen getrennt werden, um Auseinandersetzungen in den Flüchtlingsunterkünften zu vermeiden?

Ja 29%
Nein 68%
Weiß nicht 3%
Stimmen gesamt 713

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