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Guido Wolf macht die Flüchtlingskrise zum Wahlkampfthema. Foto: Wittek
Guido Wolf macht die Flüchtlingskrise zum Wahlkampfthema. Foto: Wittek
18.09.2015

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf warnt vor Überforderung

CDU-Spitzenkandidat Guido Wolf hat deutliche Worte zur Flüchtlingskrise gefunden: Gestern warnte er vor einer Überforderung der Gesellschaft angesichts der steigenden Flüchtlingszahlen. Zudem warnte er vor einem Erstarken rechtsradikaler Parteien. Wenn die Sorgen der Bürger von der Politik nicht ernst genommen würden, dann bahne sich das „Wasser“ anderswo.

„Dann läuft es auf die Mühlen der Parteien, die wir am Ende des Tages nicht in unseren Parlamenten wiederfinden wollen“, sagte Wolf vor rund 500 Parteimitgliedern bei einem CDU-Konvent in Heilbronn. Die CDU werde „gesellschaftliche Realitäten“ nicht totschweigen, weil in sechs Monaten Landtagswahlen seien, sagte der Herausforderer von Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne).

Wolf sprach sich für ein konsequentes Vorgehen gegen Asylbewerber aus, die aus wirtschaftlichen Gründen nach Deutschland kämen und keine Bleibeperspektive hätten. Wer berechtigt Schutz suche, dem werde geholfen. Es gebe aber auch Menschen, die in Deutschland eine „moderne Variante eines Schlaraffenlandes“ sähen. Wolf forderte Kretschmann auf, zusammen mit der Union zu einem Spitzengespräch zwischen Regierung und Opposition einzuladen. Aus dem Staatsministerium hieß es dazu, einen Flüchtlingsgipfel habe es erst vor zwei Monaten gegeben.

Im Falle eines Wahlsieges will Wolf den Gymnasien eine Wahlfreiheit zwischen dem acht- und dem neunjährigen Abitur geben. Dann könnten auch die Schüler selber entscheiden, ob sie in acht oder neun Jahren Abitur machen wollten.