nach oben
Tausende Liter Benzin und Essigsäure ausgelaufen: A 8 beidseitig gesperrt.
Tausende Liter Benzin und Essigsäure ausgelaufen: A 8 beidseitig gesperrt © dpa
19.05.2011

Chaos auf der A 8: Tausende Liter Benzin und Essigsäure ausgelaufen

STUTTGART. An einem der wichtigsten Verkehrsknoten im Südwesten herrschte Stillstand: Nach einem Unfall auf der A 8 am Mittwochabend stauten sich am Donnerstag die Autos rund um den Stuttgarter Flughafen auf bis zu 14 Kilometern Länge. Zwei mit Benzin und Essigsäure betankte Gefahrgutlaster waren ineinander gekracht, das Abpumpen der Flüssigkeit war nach Angaben eines Feuerwehrsprechers schwieriger als gedacht. Auch die Pforzheimer Feuerwehr war am Einsatz beteiligt.

Am Mittag teilte die Polizei zwar mit, dass die Bergung der havarierten Tanklaster und das Abpumpen der Flüssigkeiten nahezu abgeschlossen seien. Benzin und Chemikalien würden aber weiterhin giftige Dämpfe abgeben, so dass immer noch Explosionsgefahr bestehe. Erst nachdem Straßen und Kanalisation großzügig gespült und gereinigt seien, könnte die in beide Richtungen gesperrte Autobahn wieder freigegeben werden. Zudem werde geprüft, ob der Straßenbelag erneuert werden müsse.

Am Stuttgarter Flughafen war die Lage am Donnerstag dennoch ruhig, es sei ein «normaler Tag», sagte ein Sprecher. Es sei lediglich ein wenig voller, weil einige Reisende wegen des Staus ihren Abflug verpasst hätten und auf den nächsten Flieger warteten. Außerdem würden mehr Anrufe bei der Flughafenhotline eingehen, weil einige Passagiere wissen wollten, ob es zu Verzögerungen komme oder die Flugzeuge starteten. «Aber ein Flugzeug wartet nicht», sagte der Sprecher.

Nach Polizeiangaben hatte der Fahrer einer der beiden Lastwagen ein Stauende übersehen und war auf das andere Fahrzeug geprallt. Dabei wurden an beiden Sattelzügen die Tanks aufgerissen. Der 43-Jährige wurde schwer verletzt und kam ins Krankenhaus. Der 51-jährige Fahrer des anderen Sattelzuges erlitt leichte Verletzungen. Allein an den Lastwagen entstand ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro. Wie hoch der Umweltschaden ist, konnte die Polizei zunächst nicht sagen.

Leserkommentare (0)