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Sechs ausgebüxte Rinder haben am Montagvormittag ein Chaos im Bahn- und Straßenverkehr angerichtet.
Sechs ausgebüxte Rinder haben am Montagvormittag ein Chaos im Bahn- und Straßenverkehr angerichtet. © Symbolbild: dpa
15.04.2013

Chaos durch ausgebüxte Rinder – drei Tiere erschossen

Bad Schönborn. Sechs freilaufende Rinder sorgten am Montagmorgen für Chaos im Bahn- und Straßenverkehr entlang der B 3 und B 292 bei Bad Schönborn. Während drei der Ausreißer wieder zu ihrem angestammten Hof zurückgetrieben werden konnten, mussten drei weitere Tiere getötet werden.

Über den Polizei-Notruf waren gegen 9.20 Uhr zwei Kühe auf den Bahngleisen gemeldet worden. In der Folge stieß einer der Vierbeiner auf der Bahntrasse nördlich des Kronauer Bahnhofes mit einem Eurocity (EC) leicht zusammen. Das Tier flüchtete und konnte kurz nach 10 Uhr beim ehemaligen Sägewerk, zwischen Bad Schönborn und Östringen gelegen, erlegt werden. Die Bahnstrecke war kurzfristig voll gesperrt und danach für Stunden durch den Zugverkehr nur langsam befahrbar. Zwei Züge fielen dadurch total aus sowie drei weitere wurden umgeleitet. Darüber hinaus kam es bei 18 Zügen zu Verspätungen.

Unterdessen wurde neben einer Warnung in den Verkehrsmeldungen die Suche nach zwei weiteren Rindern unter Einsatz eines Polizeihubschraubers und starken Polizeikräften fortgesetzt. Mit Spezialgewehren konnten in der Folge bei der Kronauer Kläranlage beziehungsweise beim Glöckelsberg in Bad Mingolsheim die noch fehlenden Tiere getötet werden.

Auch die Grundschule Bad Mingolsheim lag im Gefahrenbereich der teils wild umherlaufenden Tiere, sodass die Schüler das Gebäude bis kurz nach 11 Uhr aus Sicherheitsgründen nicht verlassen durften.

Wie sich herausstellte, waren die Tiere nördlich von Bad Schönborn-Mingolsheim von einem Bauernhof ausgebrochen.