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Chaos im S-Bahn-Verkehr - Zehntausende kommen zu spät.
Chaos im S-Bahn-Verkehr - Zehntausende kommen zu spät © dpa
27.10.2010

Chaos im S-Bahn-Verkehr - Zehntausende kommen zu spät

STUTTGART. Zehntausende Pendler sind nach Angaben der Deutschen Bahn wegen eines tödlichen Unfalls im Stuttgarter S-Bahn- Tunnel zu spät zur Arbeit gekommen. Wie ein Sprecher der Bundespolizei mitteilte, beging ein 50 Jahre alter Mann am Mittwochmorgen Selbstmord. Nach dem Unglück konnten sämtliche Schnellbahnen eine Stunde lang nicht verkehren. Für die Passagiere ging die Reise auf den Gleisen oberirdisch weiter.

Gegen 6.30 Uhr wurde die ganze S-Bahn-Röhre gesperrt. Die Deutsche Bahn setzte den Störfallplan ein und änderte die Routen: Reisende der S1 und S2 fuhren außerplanmäßig mit der Gäu-Bahn weiter. Die Straßenbahnen S3 bis S6 hielten an den Stationen vor dem Hauptbahnhof. Pendler dieser Züge mussten umsteigen und setzten ihre Fahrt in Regionalbahnen und U-Bahnen fort. Fahrgäste aus Backnang mussten im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt umsatteln, Passagiere aus Marbach wechselten in Kornwestheim den Zug, Fahrgäste aus Weil der Stadt in Feuerbach.

Gegen 7.45 Uhr wurden alle S-Bahnen wieder freigegeben, allerdings dauerte es noch einige Zeit, bis die Züge wieder im Takt fuhren. Bei dem Unfall waren nach Polizeiangaben rund 15 Rettungskräfte im Einsatz. Die Polizei sperrte zeitweise den Zugang zum Tiefbahnhof wegen Überfüllung ab.