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Erfolgreiche Fahndung: Die Polizei konnte einen betrunkenen Autofahrer festnehmen, der mit seinem Mitsubishi zuerst einen Mann mitgeschleift und dann fast eine Frau mit Kinderwagen umgefahren hätte.
Erfolgreiche Fahndung: Die Polizei konnte einen betrunkenen Autofahrer festnehmen, der mit seinem Mitsubishi zuerst einen Mann mitgeschleift und dann fast eine Frau mit Kinderwagen umgefahren hätte. © Symbolbild: dpa
15.05.2014

Chaosfahrt im Suff: Mann mitgeschleift und fast Frau mit Kinderwagen umgefahren

Böblingen. Zuerst war er nicht fähig, ohne Blechschaden rückwärts zu fahren, dann schleifte er einen am Lenkrad seines Mitsubishi verhakten Mann mit und hätte fast noch eine Frau mit Kinderwagen überfahren. Ein betrunkener 46-Jähriger hatte in Böblingen bei seiner Chaosfahrt Glück, dass kein Mensch zu Tode kam. Sein Pech: Die Polizei konnte ihn schnappen.

Am Mittwoch kurz nach 15 Uhr hatte der Mitsubishi-Fahrer auf dem Gelände einer Reparaturwerkstatt einen Unfall verursacht. Ein Zeuge beobachtete, wie der alkoholisierte Fahrer rückwärts gegen ein abgestelltes Fahrzeug fuhr. Der 46-Jährige stieg kurz aus und wollte dann weiterfahren. Der 35 Jahre alte Zeuge erkannte dies und sprach den Unfallfahrer an, um die Weiterfahrt zu unterbinden. Als der Betrunkene nicht reagierte, griff der beherzte Zeuge durch das Lenkrad, um den Fahrzeugschlüssel herauszuziehen.

Ohne Rücksicht zu nehmen, fuhr der Fahrer des Mitsubishi weiter rückwärts, so dass der 35-Jährige aus dem Gleichgewicht kam und stürzte. Obwohl er noch am Lenkrad verhakt war, fuhr der 46-Jährige los. Während der Befreiungsaktion schlug der uneinsichtige Fahrer dem 35-Jährigen zudem noch ins Gesicht.

Schließlich brauste er ohne den Zeugen im Schlepptau, aber mit offen stehender Fahrertür in Richtung Böblinger Innenstadt los. Dabei beobachtete der Zeuge, wie sich eine Frau mit Kinderwagen durch einen Sprung auf die Seite in Sicherheit bringen konnte. Im Zuge einer sofort eingeleiteten polizeilichen Fahndung konnte der 46-Jährige gefunden werden. Er musste nicht nur eine Blutprobe, sondern auch seinen Führerschein abgeben.