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Weil ein Gewalttäter (Symbolbild) wegen eines Körperverletzungs-Verfahrens eine DNA-Probe abgeben musste, kam ihm die Polizei noch wegen eines lange zurückliegenden Mordes auf die Spur.
Weil ein Gewalttäter (Symbolbild) wegen eines Körperverletzungs-Verfahrens eine DNA-Probe abgeben musste, kam ihm die Polizei noch wegen eines lange zurückliegenden Mordes auf die Spur. © Symbolbild: dpa
04.09.2012

DNA-Spur: Mann nach 22 Jahren wegen Sexualmords angeklagt

Ein vom Landgericht Tübingen verurteilter Gewalttäter steht im Verdacht, vor 22 Jahren eine Frau in München ermordet zu haben. Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen den 44-Jährigen erhoben. Er soll die 63-Jährige aus sexuellen Motiven getötet haben, teilte die Anklagebehörde am Dienstag mit.

Zum Verhängnis wurde dem mutmaßlichen Täter nun eine DNA-Spur. Er habe sein Opfer in einem Münchner Lokal kennengelernt, im Treppenhaus zum Geschlechtsverkehr gezwungen und so stark gewürgt, dass die Frau starb.

Da die Staatsanwaltschaft Tübingen 2011 gegen den Mann wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelte, lag nun eine DNA-Probe vor. Ein Abgleich mit den Spuren des Münchner Mordes ergab, dass der Beschuldigte auch für diesen Fall als Täter infrage kommt. Der 44-Jährige, der im Mai 2012 vom Landgericht Tübingen wegen mehrfacher gefährlicher Körperverletzung verurteilt wurde, bestreitet die Tat. dpa