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Einige Biersorten der Brauerei Härle werden mit dem Wort "bekömmlich" beworben. Ein berliner Verband sieht das als eine Verharmlichung der Gefahren von Alkohol.
Einige Biersorten der Brauerei Härle werden mit dem Wort "bekömmlich" beworben. Ein berliner Verband sieht das als eine Verharmlichung der Gefahren von Alkohol. © dpa
22.01.2016

Darf Bier als "bekömmlich" gezeichnet werden?

Ravensburg (dpa/lsw) - Der Zwist geht weiter: Vor dem Landgericht Ravensburg streiten ab Freitag eine Brauerei und ein Berliner Verband erneut um das Wörtchen «bekömmlich». Die Brauerei hatte einige Sorten mit dem Begriff beworben - der Verband Sozialer Wettbewerb fand jedoch, dass das Adjektiv die Gefahren des Trinkens von Alkohol verschweige und ließ die Werbung damit per einstweiliger Verfügung untersagen.

Nun treffen sich die beiden Parteien erneut vor Gericht - nach dem Eilverfahren im August wird nun das Hauptsacheverfahren eröffnet. Brauerei-Chef Gottfried Härle sieht der Verhandlung gelassen entgegen. «Ich bin der Meinung, dass die Chancen nicht schlecht stehen», sagte er kürzlich der Deutschen Presse-Agentur. Auch der Verband Sozialer Wettbewerb ist optimistisch, wie Geschäftsführerin Angelika Lange in Berlin sagte.