nach oben
Das Fest war auch im Jahr 2016 wieder ein voller Erfolg. © Sommer
22.07.2016

"Das Fest" bleibt ein Besuchermagnet – Mehr als 230 000 Besucher

Das Open-Air-Festival „Das Fest“ in Karlsruhe verzeichnet nach einem regnerischen Auftakt in diesem Jahr einen Besucherrückgang. An den drei Festivaltagen seien insgesamt mehr als 230.000 Besucher gekommen und damit rund 20.000 weniger als erwartet, sagte Festivalchef Martin Wacker zum Abschluss des Festes am Sonntag. Dennoch falle die Bilanz positiv aus. Es habe eine friedliche und gute Atmosphäre geherrscht. Als Grund für den Rückgang nannte Wacker das regnerische Wetter am Freitag. Dieses habe viele Besucher abgehalten. Am Samstag und Sonntag sei das „Das Fest“ dann aber bei sommerlichem Wetter, wie in den Vorjahren, voll ausgelastet gewesen.

Bildergalerie: DAS FEST 2016 - Sonntag - Abschluss rund um die DJ-Bühne // Karlsruhe

Bildergalerie: DAS FEST 2016 - Sonntag - Auftritt von Milky Chance // Karlsruhe

Bildergalerie: DAS FEST 2016 - Sonntag // Karlsruhe - Teil 1

Bildergalerie: DAS FEST 2016 - Samstag - Teil 1 // Karlsruhe // 23.07.2016

Bildergalerie: DAS FEST 2016 - Samstag - Teil 2 // Karlsruhe // 23.07.2016

Bildergalerie: DAS FEST 2016 - Freitag - Teil 1 // Karlsruhe // 22.07.2016

 

 

Bildergalerie: DAS FEST 2016 - Freitag - Teil 2 // Karlsruhe // 22.07.2016

Bildergalerie: DAS FEST 2016 - Freitag - Teil 3 // Karlsruhe // 22.07.2016

„Wir blicken auf ein Fest zurück, das uns alle zufrieden stimmt“, sagte Wacker. Von den angekündigten schweren Unwettern sei die Großveranstaltung in der Karlsruher Günther-Klotz-Anlage verschont geblieben. „Blitz und Donner sind an uns vorbeigeflogen.“ Es habe am Freitag jedoch den ganzen Abend geregnet. Dies habe dazu geführt, dass weniger Besucher kamen als angekündigt. Als Hauptact am Auftakt-Tag spielte der Ex-Reamonn-Frontmann Rea Garvey.

110 Bands und 800 Künstler

Am Samstag und Sonntag habe das Wetter wieder mitgespielt, meinte Wacker. Hier seien so viele Besucher wie sonst auch gekommen. Auf fünf Bühnen präsentierten sich bei dem Open-Air-Spektakel insgesamt mehr als 110 Bands sowie knapp 800 Künstler. Besuchermagnete waren unter anderem die Auftritte der Hamburger Hip-Hopper „Fettes Brot“ („Schwule Mädchen“) am Samstag sowie der Alternativ-Rocker „Element Of Crime“ („Am Ende denk ich immer nur an dich“) und des Liedermachers Max Giesinger aus Waldbronn am Sonntag.

Der gewaltige Hügel in der Günther-Klotz-Anlage hat schon viele Namen gehabt: „Mount Klotz“, wie ihn viele Karlsruher liebevoll nennen. „Fleischberg“, als welcher ihn Jan Delay 2010 taufte. Am Samstag kam eine weitere Bezeichnung für die gewaltige Menschenmasse – 50.000 Menschen durften in den kostenpflichtigen Bereich hinein – dazu: „Geiler Haufen“. So taufte König Boris vom Hip-Hop-Trio „Fettes Brot“ die Fans. Und die? Die nahmen die gewöhnungsbedürftige Beschreibung an und machten auch danach begeistert jeden Spaß mit: Die umgekehrte Laola-Welle, die von der Hügel-Spitze zur Bühne rollte, etwa. Aber auch Tausende Handys, die sie feuerzeuggleich in den – diesmal trockenen – Nachthimmel reckten. Doch nicht nur die Spielereien ließen den Hügel beben – sondern auch und vor allem die Musik, die die Mitvierziger von „Fettes Brot“ noch immer mit so viel Laune auf die Bühne bringen, als stünden sie zum ersten Mal da oben. Es war ein würdiger Samstag-Höhepunkt, an dem auf dem „Mount Klotz“ dank den Indie-Rockern „Von Brücken“ und den Ösi-Poppern „Wanda“ schon am Nachmittag mehr Haut als Hügel zu sehen war.

Lokalmatador Max Giesinger

Eingeleitet vom traditionellen „Klassik-Frühstück“ um 11 Uhr morgens vor der Hauptbühne war auch der Fest-Sonntag ein voller Erfolg. Als Lokalmatador Max Giesinger um kurz nach 16 Uhr die Bühne betreten hatte, war der „Mount-Klotz“ bereits bis oben hin von den Festival-Besuchern besetzt.  Für entspannte Dancehall-Klänge sorgte anschließend „Seeed“-Sänger Frank Dellé mit seinem Soloprojekt. In der Nacht zuvor hatte er noch auf einem Festival an der Nordsee gesungen, von Müdigkeit zeigte er aber keine Spur und begeisterte das Karlsruher Publikum, welches aufgrund der langen Fest-Tradition und vergangener Auftritte ein ganz besonderes Verhältnis zu den „Seeed“-Sängern hat. „Milky Chance“ und „Element of Crime“ gestalteten auf der Hauptbühne den Abschluss der Festival-Tage, während an der DJ-Bühne mit Konstantin Sibold erstmalig ein echter Headliner den Abend ausklingen ließ.

Wegen des Amoklaufs in München wurden die Großbildleinwände, auf denen die Konzerte gezeigt wurden, mit Trauerflor versehen. Zudem gab es vor den Auftritten Gedenkminuten. Um das Sicherheitsempfinden der Besucher zu verbessern, seien die Schutzmaßnahmen erhöht worden, sagte Festivalchef Wacker.

Alles zu DAS FEST gibt es auf der Themenseite zum Festival