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20.07.2016

«Das Fest» soll mehr als 250 000 Besucher in Karlsruhe anlocken

Karlsruhe. Rea Garvey («I'm All About You»), Fettes Brot («Schwule Mädchen») und Element Of Crime («Am Ende denk ich immer nur an dich») sind in diesem Jahr die Publikumsmagneten bei «Das Fest» in Karlsruhe. Von Freitag (22. Juli) bis Sonntag werden mehr als 250 000 Besucher in der Günther-Klotz-Anlage erwartet. Außer Musik gibt es ein umfangreiches Beiprogramm mit Sport, Theater, Kleinkunst und zahlreichen Angeboten für Kinder.

Für den abgesperrten Bereich vor der Hauptbühne, auf der Stars wie der ehemalige Reamonn-Kopf Garvey (Freitag, 21.00 Uhr), die norddeutschen Hip-Hopper Fettes Brot (Samstag, 21.00 Uhr) und die Alternativ-Rocker Element Of Crime (Sonntag, 21.00 Uhr), aber auch junge Künstler aus der Region wie Elektro-One-Woman-Band Novaa (Sonntag 14.00 Uhr) auftreten, gibt es längst keine Tickets mehr. «Teilweise sind wir schon seit Monaten ausverkauft», sagte Fest-Geschäftsführer Martin Wacker. Lediglich für das traditionelle Klassik-Frühstück am Sonntag (10.00 Uhr) gebe es am Konzert-Tag ab 9.00 Uhr morgens noch 1000 Karten.


PZ-news berichtet von allen drei Tagen live von der Veranstaltung mit Bildern und Videos

www.pz-news.de/dasfest


Doch laut Wacker lohnt sich das Kommen trotzdem: «Rund 75 Prozent des Programms sind kostenfrei und ohne Zugangsbeschränkung zu erleben», betonte er. Denn außer den Headlinern auf der Hauptbühne treten noch insgesamt über 110 Bands, Formationen und Einzelkünstler auf fünf Bühnen auf. Auf der «Feldbühne» etwa spielen Battle Rapper wie der Lokalmatador Schote und ein paar härtere Combos. DJs aus dem Elektro-Bereich haben auf der DJ-Bühne eine eigene Spielwiese. Als neue Attraktion gebe es zusätzlich noch Straßentheater und Walking-Acts, sagte Wacker.

Zur Sicherheitslage: «Im vergangenen Jahr haben wir mit dem Abbruch am Freitag unser Waterloo erlebt.» Grund war ein Unwetter. Die Situation habe man aber dank des Sicherheitskonzepts gut gemeistert. «Wir haben innerhalb von 20 Minuten unfallfrei 40 000 Leute vom Gelände gekriegt», sagte Wacker. Jeder der 800 Helfer, vom Mitarbeiter am Getränkestand bis zum Sicherheitspersonal, wisse, was er im Notfall zu tun habe, betonte er. «Wir führen auch mit jeder Band ein Sicherheitsgespräch.»

Trotz der Widrigkeiten habe man 2015 eine schwarze Null erreicht, sagte Wacker. Das Gesamtbudget für das Festival betrage etwa zwei Millionen Euro. Ein Drittel steuerten Sponsoren bei. Der Rest finanziere sich über den Eintritt und den Getränkeverkauf.

Ungeduldige können sich mit dem sogenannten Vorfest auf die Hauptveranstaltung einstimmen. Noch bis Donnerstag spielen auf der Kaffeebühne am Fest-See täglich mehrere lokale Bands.