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Das Karlsruher Wahrzeichen auf dem Marktplatz ist bereit für die Bauarbeiten. Foto: Heck
Das Karlsruher Wahrzeichen auf dem Marktplatz ist bereit für die Bauarbeiten. Foto: Heck
15.10.2013

Der Bau der Kombilösung erreicht demnächst Karlsruhes gute Stube

Frisch eingepackt präsentiert sich derzeit Karlsruhes Wahrzeichen. Die 6,81 Meter hohe Pyramide auf dem Marktplatz, zugleich Grabmal des Stadtgründers Karl Wilhelm von Baden-Durlach, ist hinter einem Holzzaun verschwunden und wird zusätzlich von einem Holz-Skelett samt Schutzmantel vor Beschädigungen und Dreck geschützt. Das zwischen 1823 und 1825 nach einem Entwurf Friedrich Weinbrenners aus Sandstein erbaute Denkmal soll den Bau der Kombilösung unbeschadet überstehen. Auch deshalb wurden vor Wochen schon im Inneren der Pyramide Sensoren angebracht, die jede Veränderung im Laufe der bald beginnenden Arbeiten sofort registrieren.

Die „Verpackung“ der Pyramide ist der bisher deutlichste Hinweis dafür, dass der Bau der unterirdischen Straßenbahn (U-Strab) in den kommenden Wochen Karlsruhes gute Stube erreicht. Noch dominieren Bagger und Baumaschinen vor allem das Geschehen in der Kaiserstraße, doch der Schwenk nach Süden steht unmittelbar bevor. So werden in den Herbstferien sowohl im östlichen Bereich des Marktplatzes wie auch am Kronenplatz neue Schienenstränge eingebaut.

Am Marktplatz wird wieder eine durchgängige Ost-West-Verbindung her gestellt, am Kronenplatz wird das Gleisdreieck komplettiert, so dass Bahnen später sowohl aus Richtung Stadtmitte wie aus Richtung Durlach nach Süden abbiegen können. Der oberirdische Südabzweig am Marktplatz wird hingegen am 18. November für mehrere Jahre geschlossen. Aus diesem Grund müssen sich die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs ab den Abendstunden des 25. Oktobers bis Betriebsbeginn am 4. November auf spürbare Änderungen im Liniennetz einstellen. Zwischen Marktplatz und Messplatz werden neun Tage lang keine Bahnen verkehren, auch die bisherige Umleitungsstrecke über den Kronenplatz am KIT vorbei wird folglich geschlossen.

Stattdessen fahren die Linien 1 und S4/41 ab dem Kongresszentrum über die neue Strecke durch die Südost-Stadt, vorbei am Schloss Gottesau zur Haltestelle Tullastraße/Messplatz. Die Stadtteile Waldstadt und Rintheim und damit auch das KIT und der Technologiepark sind in dieser Zeit nur per Schienenersatzverkehr mit dem Bus erreichbar. Von den Umleitungen betroffen ist auch die Stadtbahnlinie5 von und nach Pforzheim. Nicht beeinträchtigt werden lediglich die Linien S1/11 sowie die S51/52 und die S3.