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Untersuchung von Hühnereiern auf Dioxin in einem Labor vom Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe.
Untersuchung von Hühnereiern auf Dioxin in einem Labor vom Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe. © dpa
14.04.2012

Dioxin-Eier in Supermärkten in Baden-Württemberg verkauft

Mit Dioxin belastete Eier aus Niedersachsen sind auch nach Baden-Württemberg geliefert worden. Sie seien nach bisherigen Informationen in Supermärkten verkauft worden, sagte ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums am Samstag in Stuttgart. Wie viele der betroffenen Eier in den Südwesten gelangten, sei noch unklar.

Bei zwei der drei betroffenen Chargen ist das Mindesthaltbarkeitsdatum den Ministeriumsangaben zufolge bereits abgelaufen, die dritte sei mit dem Datum 27. April 2012 versehen. Das Ministerium rief die Verbraucher auf, die Eier mit den genannten Mindesthaltbarkeitsdaten mit der Stempelnummer 0-DE-0357661 nicht zu verzehren und zum Händler zurückzubringen.

«Beim Verzehr einzelner betroffener Eier sind keine akuten Gesundheitsgefahren zu erwarten», teilte das Ministerium mit. «Da sich Dioxine bei regelmäßiger Aufnahme im Körper anreichern, können langfristig gesundheitliche Schäden nicht ausgeschlossen werden.»

Bereits am Dienstag war bekanntgeworden, dass mit Gift belastete Bio-Eier aus Westfalen nach Baden-Württemberg geraten waren. Diese Eier sind aber nicht mehr auf dem Markt. Bis Dienstag waren früheren Angaben des Ministeriums zufolge wöchentlich rund 4000 Eier von einem Hof in Ostwestfalen an einen Händler im Regierungsbezirk Tübingen geliefert worden. Die Eier seien fast ausschließlich an die Gastronomie weiterverkauft worden. dpa