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Gelingt Walter Döring das Comeback? Der frühere Vorsitzende der baden-württembergischen FDP will sich nach Medienberichten um die FDP-Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl bewerben und damit gegen Landeschefin Homburger antreten.
Gelingt Walter Döring das Comeback? Der frühere Vorsitzende der baden-württembergischen FDP will sich nach Medienberichten um die FDP-Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl bewerben und damit gegen Landeschefin Homburger antreten. © dpa
16.11.2012

Döring will FDP-Spitzenkandidat werden - Rülke einsilbig

Baden-Württembergs Ex-Wirtschaftsminister und FDP-Chef Walter Döring will sich laut Medienberichten um die FDP-Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl bewerben und damit gegen Landeschefin Birgit Homburger antreten. Fraktionschef Hans-Ulrich Rülke gab sich am Freitagabend einsilbig: „In einer Demokratie hat jeder das Recht, für ein Amt zu kandidieren“, sagte er. Ansonsten wollte er sich nicht äußern – auch nicht zur Frage, ob Döring Chancen hat, gegen Homburger zu gewinnen.

Umfrage

Wer würde der baden-württembergischen FDP bei der Bundestagswahl 2013 als Spitzenkandidat/in mehr Stimmen bringen?

Die aktuelle Landesvorsitzende Birgit Homburger 1%
Der auf ein Comeback hoffende Walter Döring 23%
Keiner von beiden hilft der FDP aus dem Tief 70%
Ich weiß nicht 6%
Stimmen gesamt 253

Der Nieferner FDP-Bundestagsabgeordnete Erik Schweickert will am Samstag auf einen aussichtsreichen Landeslistenplatz gewählt werden. Deshalb wollte er sich zur Kandidatur Dörings nicht äußern. Er müsse sich auf seine eigene Kandidatur konzentrieren, sagte Schweickert.

Nur einer scheint freimütig zu reden: „Ich will die Südwest-FDP als Spitzenkandidat in die Bundestagswahl 2013 führen. Ich kandidiere daher um Platz eins der FDP-Landesliste - und nur darum“, sagte Döring der «Südwest Presse». Die FDP stellt an diesem Samstag in Villingen-Schwenningen ihre Landesliste auf.

Döring sagte der „Bild“: „Mich zerreißt es fast innerlich angesichts der Lage meiner Partei. Ich brenne darauf, den Menschen zu vermitteln, warum liberale Politik mehr denn je gebraucht wird.“ Der „Südwest Presse“ sagte Döring, er sei im Vergleich zu Homburger der „bessere Wahlkämpfer“. Nach Angaben der Zeitung verweist Döring darauf, dass er auch auf Unterstützung aus dem Kreis der FDP-Bundestagsabgeordneten zählen könne.

Homburger ist seit 22 Jahren im Bundestag und war dreimal Spitzenkandidatin. 2004 war Döring über eine Spendenaffäre als Wirtschaftsminister und FDP-Landeschef gestolpert und zurückgetreten - Homburger hatte das Parteiamt von ihm übernommen. In der Partei hatte es zuletzt viel Kritik an Homburger gegeben - nur knapp wurde sie wieder zur Landesvorsitzenden gewählt. dpa/Alexander Huberth

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