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Nur Bahnhof verstand eine syrische Flüchtlingsfamilie, als sie nach Biberach im Kinzigtal und nicht nach Biberach an der Riß fuhr.
Nur Bahnhof verstand eine syrische Flüchtlingsfamilie, als sie nach Biberach im Kinzigtal und nicht nach Biberach an der Riß fuhr. © DPA-Symbolbild
05.01.2016

Doppeltes Biberach führt Flüchtlingsfamilie in die Irre

Biberach. Eine syrische Flüchtlingsfamilie ist an den Tücken der baden-württembergischen Ortsnamen gescheitert. Sie verwechselte zwei gleichnamige Orte und bemerkte den Umstand erst einige Stunden später.

Insgesamt zehn Stunden dauerte die Irrfahrt, die sieben Kinder und drei Erwachsene am Montagabend zum Biberacher Bahnhof (Ortenaukreis) führte. Die Syrer waren am Vormittag von einer Erstaufnahmestelle im Ostalbkreis zu ihrer neuen Unterkunft aufgebrochen. Allerdings wählten sie eine Zugverbindung nach Biberach im Kinzigtal und nicht nach Biberach an der Riß (Kreis Biberach), wie die Polizei am Dienstag mitteilte.

Die Familie war sichtlich erschöpft. Eines der Kinder, ein elfjähriges Mädchen, sprach sehr gut deutsch und konnte das Missverständnis zusammen mit der Polizei aufklären. Nachdem die Reisegruppe die Nacht in einer Flüchtlingsunterkunft im badischen Offenburg verbrachte, sollte sie am Dienstag in den schwäbischen Ort mit gleichem Namen reisen. dpa/lsw