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17.09.2008

Dramatische Rettungsaktion bei Großbrand in Mannheim

MANNHEIM. In einer dramatischen Aktion hat die Feuerwehr am späten Dienstagabend 23 Menschen aus zwei brennenden Wohnhäusern in Mannheim gerettet. Einige der Bewohner aus den beiden vierstöckigen Gebäude mussten mit Sprungpolstern, Drehleitern und tragbaren Leitern aus ihren Wohnungen geholt werden.

Andere konnten nur mit sogenannten Fluchthauben mit Sauerstofffilter aus den völlig verqualmten Treppenhäusern gebracht werden. Die übrigen der insgesamt 51 Bewohner konnten die Häuser selbstständig verlassen. Die Polizei ermittelte wegen des Verdachts auf Brandstiftung.
Wie die Feuerwehr am Mittwoch berichtete, wurden 21 Menschen, darunter acht Kinder mit Rauchgasvergiftungen in mehrere Krankenhäuser gebracht. Weitere 30 Personen wurden an Ort und Stelle behandelt. Der Sachschaden beträgt rund 80 000 Euro. Nach ersten Ermittlungen entstand das Feuer in einem Kinderwagen, der in einem der Keller abgestellt war. Von dort aus griffen die Flammen auf einen Flur im Nachbarhaus über.

Einige Bewohner konnten die Nacht schon wieder in ihren Wohnungen verbringen. Brandschäden wiesen vor allem Flure und Treppenhäuser auf. In einem der Häuser waren aber auch die Stromleitungen beschädigt, so dass die Elektrizitätsversorgung ausfiel. Bei den Bewohnern der beiden Gebäude handelte es sich unter anderem um deutsche, italienische und türkische Staatsangehörige. dpa