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Bei einer Massenkarambolage nahe Ulm waren in der Neujahrsnacht drei Menschen ums Leben gekommen. © dpa
23.01.2013

Drei Unfalltote bei Ulm: Raste 45-Jähriger in Unfallstelle?

Ulm (dpa/lsw) - Gut drei Wochen nach dem tödlichen Unfall nahe Ulm konzentrieren sich die Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung in drei Fällen auf einen 45-Jährigen. Der Mann aus dem bayerischen Landkreis Neu-Ulm soll in der Neujahrsnacht mit hoher Geschwindigkeit in die Unfallstelle gefahren sein und dabei die drei Opfer, ein 80-Jähriges Ehepaar und einen 20 Jahre alten Mann, erfasst haben.

Das teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. Mehrere Zeugen hatten ausgesagt, dass die Sicht zum Unfallzeitpunkt wegen einer Nebelbank stark eingeschränkt war. Bei dem Massenunfall mit zwölf Autos hatte es neben den Todesopfern 15 Leicht- und Schwerverletzte gegeben.

Die Ermittler haben zudem einen 30-jährigen Ulmer im Visier, der den Ermittlungen zufolge mit dem Auto des Ehepaars kollidiert sein könnte. Gegen ihn werde wegen fahrlässiger Körperverletzung und Straßenverkehrsgefährdung ermittelt. Sechs weitere Fahrer werden ebenfalls der fahrlässigen Körperverletzung verdächtigt. Einem Mann droht wegen nicht angepasster Geschwindigkeit ein Bußgeldverfahren.