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Ein vermeintlich schwerreicher Scheich hat Politiker, Unternehmer und Sport-Funktionäre an der Nase herumgeführt. Jetzt muss der Betrüger in den Knast.
Ein vermeintlich schwerreicher Scheich hat Politiker, Unternehmer und Sport-Funktionäre an der Nase herumgeführt. Jetzt muss der Betrüger in den Knast. © dpa
02.05.2012

Dreieinhalb Jahre Haft für angeblichen Scheich

Weil er sich als vermeintlich schwerreicher Scheich an gigantischen Bauprojekten beteiligt hat, muss ein Hochstapler nun ins Gefängnis. Das Landgericht Rottweil verurteilte den 46-jährigen Angeklagten am Mittwoch wegen Betruges in fünf Fällen zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten. Mit seinem angeblichen Vermögen von 700 Milliarden US-Dollar (525 Milliarden Euro) führte er Politiker, Unternehmer und Sport-Funktionäre an der Nase herum.

Unter anderem geriet er in die Schlagzeilen, als er angeblich 300 Millionen Franken in den Schweizer Rekordmeister Grasshoppers Zürich investieren wollte. Der Angeklagte hatte zu Beginn des Verfahrens ein Geständnis abgelegt. Durch gefälschte Papiere und sein überzeugendes Auftreten sei es ihm gelungen, angesehene Geschäftsleute von seiner Herkunft zu überzeugen, sagte der Vorsitzende Richter in seiner Urteilsverkündung.

In das Urteil wurden weitere Einzelstrafen aus einem Verfahren am Amtsgericht Marbach einbezogen. Die Staatsanwaltschaft hatte viereinhalb Jahre Haft gefordert. dpa