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Seit Montag stehen in Baden-Baden unter anderem drei Mitglieder des Rockerclubs Gremium MC (Symbolbild) vor Gericht. Angeklagt sind der Präsident des sogenannten Chapters Baden-Baden sowie die Sicherheitschefs des Clubs. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen und zwei weiteren Angeklagten Drogendelikte in großem Umfang und Waffenbesitz vor.
Seit Montag stehen in Baden-Baden unter anderem drei Mitglieder des Rockerclubs Gremium MC (Symbolbild) vor Gericht. Angeklagt sind der Präsident des sogenannten Chapters Baden-Baden sowie die Sicherheitschefs des Clubs. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen und zwei weiteren Angeklagten Drogendelikte in großem Umfang und Waffenbesitz vor. © Symbolbild: dpa
23.01.2012

Drogen-Prozess gegen Rocker-Trio von Gremium MC

Baden-Baden. Seit Montag stehen in Baden-Baden unter anderem drei Mitglieder des Rockerclubs Gremium MC vor Gericht. Angeklagt sind der Präsident des sogenannten Chapters Baden-Baden sowie die Sicherheitschefs des Clubs. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen und zwei weiteren Angeklagten Drogendelikte in großem Umfang und Waffenbesitz vor. In Pforzheim sind die hiesigen Gremium-Rocker bislang nur durch eine von der Polizei verhinderte Sternfahrt aufgefallen, die als Machtdemonstration gegen die inzwischen verbotenen Pforzheimer Hells Angels gedacht war.

Die Beschuldigten im Baden-Badener Fall, vier Männer und eine Frau, sollen laut Staatsanwaltschaft mehr als zehn Kilogramm Amphetamin beschafft, gestreckt und im In- und Ausland weiterverkauft haben. Darüber hinaus sollen sie mit Kokain gehandelt haben. Bei einigen Angeklagten hatte die Polizei verbotene Waffen gefunden, darunter Faustmesser, Schlagstöcke, Maschinenpistolen und Schießkugelschreiber.

Der 41-jährige Security-Chef des Rockerclubs räumte am Montag Amphetaminhandel und Waffenbesitz ein, von Kokain habe er aber immer die Hände gelassen. Zuvor hatte seine 43 Jahre alte Verlobte die ihr vorgeworfenen Drogendelikte gestanden. «Der Vorwurf stimmt, ich schäme mich und bedauere, dass ich mich in die Sache mit hineinziehen lassen habe», sagte sie vor Gericht.

Die Hauptverhandlung vor der großen Strafkammer des Landgerichts hatte unter verschärften Sicherheitsvorkehrungen begonnen. Sicherheitsbeamte kontrollierten die Besucher mit einem Metalldetektor, durchsuchten Jacken und Taschen. Das Gericht hat sieben Verhandlungstage angesetzt (Az. 2 KLs 301 Js 14389/10).