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Mehrjährige Haftstrafen gab es von einem Heidelberger Gericht für drei Mitglieder der Black Jackets, die einen schwunghaften Drogenhandel betrieben haben.
Mehrjährige Haftstrafen gab es von einem Heidelberger Gericht für drei Mitglieder der Black Jackets, die einen schwunghaften Drogenhandel betrieben haben. © dpa
13.12.2011

Drogenhandel: Haftstrafen für drei Black Jackets

Heidelberg. Drei Mitglieder der Rocker-Gruppe Black Jackets sind am Dienstag in Heidelberg zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Der 33 Jahre alte Hauptangeklagte muss unter anderem wegen Drogenhandels für fünf Jahre ins Gefängnis. Auch im Enzkreis scheinen Mitglieder der Black Jackets im Drogenhandel aktiv zu sein, denn vor einer Woche wurde in Karlsruhe ein Urteil zu einem geplatzten Drogenhandel gefällt, bei dem ein Dealer von den United Tribuns einem Straubenhardter Black-Jackets-Mitglied ein Messer in den Bauch gerammt hat.

Ein weiterer, 23-jähriger Angeklagter wurde in Heidelberg zu eineinhalb Jahren Haft und der dritte Angeklagte im Alter von 46 Jahren zu einer Bewährungsstrafe verurteilt. Damit bleib das Gericht knapp unter den Anträgen der Staatsanwaltschaft. Laut Heidelberger Urteilsspruch sollen die drei Männer im Großraum Mannheim/Ludwigshafen einen schwunghaften Handel mit Kokain, Amphetaminen und Marihuana betrieben haben. Fünf weitere Mitglieder der Black Jackets sind in Heidelberg bereits zu Bewährungs- und mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Im Straubenhardter Fall war allerdings ein Black-Jackets-Mitglied das Opfer. Er wurde bei einem Drogendeal von Mitgliedern der United Tribuns aus Stuttgart nicht nur übers Ohr gehauen, sondern auch noch durch einen Messerstich verletzt. Der 22-jährige Messerstecheraus Stuttgart eine sechsjährige Haftstrafe.

Die rund 20 Mitglieder der Pforzheimer Black Jackets sind im Stadtbild nicht mehr zu sehen. Ihr Chef wurde wegen Verdachts auf ein Betrugsdelikt mit anderen Personen des Rotlicht-Milieus verhaftet. Ungefähr zur gleichen Zeit verließen die Gang-Mitglieder ihr Hauptquartier an der Calwer Straße. dpa/tok