nach oben
© Symbolbild dpa
13.09.2017

Durch Schuss aus Polizeiwaffe verletzt: 23-jähriger Randalierer wohl psychisch krank

Stuttgart-Degerloch. Ein 23 Jahre alter Mann, der am Mittwochnachmittag in Stuttgart randalierte, einen Polizisten attackierte und daraufhin durch einen Schuss aus der Polizeiwaffe verletzt wurde, leidet offenbar unter einer psychischen Störung. Das gaben die Staatsanwaltschaft und Polizei Stuttgart in einer Mitteilung bekannt.

Eine Frau hatte die Polizei am Mittwoch um 16.45 Uhr alarmiert und den Beamten auf dem Revier berichtet, dass ein Mann an der Karl-Pfaff-Straße - in der auch die Revierstation Degerloch liegt - randaliert und mehrere Autos beschädigt haben soll. Ein 56 Jahre alter Polizeibeamter ging daraufhin sofort nach draußen und stellte den Verdächtigen. Mehrere Zeugen sagten aus, dass der Tatverdächtige den herbeigeeilten Polizeibeamten offenbar sofort nach dessen Eingreifen unvermittelt attackiert hatte.

Der Beamte wehrte den Angriff zunächst mit dem Einsatzstock ab. Er stürzte jedoch zu Boden, wobei er den Stock verlor. Da der 23-Jährige weiter auf ihn einschlug, setzte sich der Beamte mit der Schusswaffe zur Wehr und gab einen Schuss ab. Dabei wurde der junge Mann an der Hand und am Bein verletzt.

Die Ermittlungen dauern an, die Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs wird von der Staatsanwaltschaft geprüft.

Der 23-Jährige steht auch im Verdacht, am 16.08.2017 in der Epplestraße ein brennendes Wahlplakat unter ein Auto gelegt zu haben. Der Tatverdächtige wird am Donnerstag einem Arzt vorgestellt, um zu prüfen, ob er aufgrund seiner vermuteten psychischen Störung in eine Klinik eingewiesen werden soll.