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Insgesamt 18 Beschuldigte im Alter von 22 bis 33 Jahren stehen im Verdacht, eine kriminelle Vereinigung mit dem Namen "Autonome Nationalisten Göppingen" gebildet und zur Durchsetzung ihrer verfassungsfeindlichen Ziele Straftaten begangen zu haben.
Durchsuchung © Symbolbild: dpa
27.02.2014

Durchsuchungen bei "Autonome Nationalisten Göppingen"

Stuttgart. Am Mittwoch durchsuchten Ermittler des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg und örtliche Polizeikräfte im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart 19 Wohnobjekte mutmaßlicher Mitglieder der "Autonomen Nationalisten Göppingen" in den Landkreisen Göppingen, Esslingen und Rems-Murr-Kreis.

Insgesamt 18 Beschuldigte im Alter von 22 bis 33 Jahren stehen im Verdacht, eine kriminelle Vereinigung mit dem Namen "Autonome Nationalisten Göppingen" gebildet und zur Durchsetzung ihrer verfassungsfeindlichen Ziele Straftaten begangen zu haben. Insgesamt verübten mutmaßliche Mitglieder der Vereinigung in diesem Zusammenhang seit 2010 zahlreiche Straftaten wie Sachbeschädigungen, gefährliche Körperverletzungen, vorsätzliche Körperverletzungen, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Volksverhetzung, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Verstöße gegen das Versammlungsgesetz und Verstöße gegen das Waffengesetz.

Es besteht unter anderem der Verdacht, dass Mitglieder der "Autonomen Nationalisten Göppingen" am 2. März 2013 einen angemeldeten Informationsstand des Aktionsbündnisses "Kreis Göppingen nazifrei" angriffen, den dortigen Personen Transparente unter Gewaltanwendung wegzunehmen versuchten und sie dabei verletzten. Vier der 18 Beschuldigten stehen zudem im Verdacht, sich als Rädelsführer bei den "Autonomen Nationalisten Göppingen" zu betätigen. Diese Männer im Alter von 22, 27, 30 und 33 Jahren wurden mit Haftbefehl des Amtsgerichts Stuttgart an ihren Wohnadressen vorläufig festgenommen und dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der die Haftbefehle in Vollzug setzte. Im Anschluss wurden die vier Beschuldigten in Justizvollzugsanstalten eingeliefert.

Bei den Durchsuchungen wurde umfangreiches Propagandamaterial der "Autonomen Nationalisten Göppingen", Sprühschablonen, NS-Devotionalien, Schriftstücke, elektronische Speichermedien, Computer sowie Mobiltelefone beschlagnahmt, die nun ausgewertet werden. Außerdem wurden Schreckschusspistolen und weitere gefährliche Gegenstände, wie Teleskopschlagstöcke, Schlagringe, Wurfsterne und Quarzhandschuhe vorgefunden.