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Bei Hoßkirch entdeckte die Polizei im Februar 2017 den Van mit einer toten Frau und einem schwerverletzten Mann. Foto: Warnack/dpa-Archiv
Bei Hoßkirch entdeckte die Polizei im Februar 2017 den Van mit einer toten Frau und einem schwerverletzten Mann. Foto: Warnack/dpa-Archiv
17.05.2018

Ehefrau erwürgt und Autounfall inszeniert? Erneuter Prozess

Ravensburg. Wegen Mordes an seiner Ehefrau muss sich seit Donnerstag ein 35-Jähriger aus dem oberschwäbischen Hoßkirch erneut vor dem Landgericht Ravensburg verantworten. Der Angeklagte gab vor Gericht aber an, keine Angaben machen zu wollen. Die erste Verhandlung gegen ihn hatte im November begonnen – der Prozess wurde aber nach rund vier Monaten abgebrochen, weil die Verteidigung ein Befangenheitsgesuch gegen eine Schöffin beantragt hatte, dem im März 2018 stattgegeben wurde.

Die ehrenamtliche Richterin war nach Angaben des Gerichts nach einem Verhandlungstag auf die Mutter des Opfers zugegangen und hatte sich nach dem Befinden der Familie erkundigt. Nun beginnt die Beweisaufnahme von Neuem.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 35-Jährigen Mord aus niederen Beweggründen vor. Laut Anklage soll er seine 30 Jahre alte Ehefrau Ende Februar 2017 in der gemeinsamen Wohnung erwürgt haben, weil sie sich von ihm trennen wollte. Der Angeklagte habe befürchtet, Unterhaltszahlungen für seine Frau und die beiden gemeinsamen Kinder leisten zu müssen. Nach der Tat soll der Angeklagte einen Autounfall inszeniert haben, um die Tat zu vertuschen.