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© Symbolbild: dpa
13.04.2014

Ehepaar nimmt Grill mit ins Wohnzimmer - zwei Rauchgas-Verletzte

Blaustein. Trotz zahlreicher Todesfälle und Warnungen vor den Gefahren des Verbrennungsgases Kohlenmonoxid in den vergangenen Jahren ist es schon wieder zu einem schweren Unfall mit einem Holzkohlegrill gekommen. Weil es ihm im Wohnzimmer zu kalt war, hat ein 52-Jähriger in Blaustein (Alb-Donau-Kreis) den kurz zuvor auf der Terrasse benutzten Holzkohlegrill ins Haus geholt, um die Restwärme auszunützen. Damit hat er sich und seine Ehefrau in Lebensgefahr begeben.

Nachdem der glimmende Holzkohlengrill etwa halbe Stunde im Wohnzimmer stand, bekam erst seine 54 Jahre alte Ehefrau Beschwerden, kurz darauf auch der 52-jährige Mann selbst. Dann verständigte der Mann einen Notarzt und stellte den Grill wieder auf die Terrasse. Die Eheleute kamen mit Rauchgasvergiftungen in ein Krankenhaus.

Vor rund einem Jahr wollten nach einer Feier in Karlsruhe zwei Männer in einer Gartenlaube übernachten. Sie füllten einen Behälter mit glimmender Holzkohle und beheizten so den Raum. Einer von ihnen starb am dabei entstandenen Kohlenmonoxid. Im Januar 2011 starben ein 43-jähriger Mann und seine 10-jährige Tochter in Freising, weil sie in der Silvesternacht auf dem Balkon gegrillt und anschließend den Grill mit noch glühenden Kohlen in die Wohnung gestellt hatten. Im November 2010 starb ein 57 Jahre alter Mann in Künzelsau an einer Kohlenmonoxidvergiftung, weil er in seiner Wohnung einen zuvor neu gekauften Grill mit Eierbriketts angezündet hatte. Beim Grillen in seiner am Michaelsberg in Bruchsal-Untergrombach gelegenen Gartenhütte hat ein 54 Jahre alter Mann aus Bruchsal im Februar 2010 eine tödliche Kohlenmonoxidvergiftung erlitten.