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© Symbolbild: Julian Eberhardt
06.12.2015

Einbrecher sticht mit Schraubenziehern auf Polizisten ein - Ehefrau als Komplizin?

Bruchsal. Ein auf frischer Tat ertappter 31-jähriger Einbrecher verletzte einen 48 und einen 21 Jahre alten Polizisten am späten Samstagabend, als er mit Schraubenziehern auf die Beamten einstach. Während der entstandenen Gefahrensituation wurden zwei Warnschüsse abgegeben. Insgesamt waren während der Fahndung rund 30 Polizeibeamte und ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Die Polizei war wegen eines Einbruchs in eine innerhalb eines Baumarktes gelegene Bäckerei im Bruchsaler Industriegebiet Am Mantel gegen 23.45 Uhr alarmiert worden. Beim Eintreffen der beiden Polizeibeamten am Tatort sprang der 31-Jährige aus dem Verkaufsraum und wollte durch eine von ihm zuvor gewaltsam geöffnete Scheibe flüchten. Den Anweisungen der zu diesem Zeitpunkt noch allein am Einsatzort befindlichen Polizeibeamten leistete der Eindringling keinerlei Folge. Vielmehr rannte er mit zwei Schraubenziehern bewaffnet auf die Beamten zu, um sich gewaltsam die Flucht zu ermöglichen. Als die Beamten den Täter ergriffen und alle zu Boden gingen, stach er nach derzeitigem Stand der Ermittlungen mehrfach beidhändig auf diese ein und konnte danach zunächst entkommen.

Trotz ihrer Verletzungen nahmen die Beamten die Verfolgung des zu Fuß flüchtenden Täters auf. Mit Unterstützung weiterer Einsatzkräfte gelang es wenig später im Zuge intensiver Fahndungsmaßnahmen sowohl den 31-jährigen Tatverdächtigen als auch seine 30-jährige Ehefrau, die, wie sich herausstellte, offenbar als Komplizin agierte, im Industriegebiet Am Mantel festzunehmen.

Das Paar aus dem Raum Südbaden war offenbar mit seinem Auto nach Bruchsal gefahren, um gezielt den Einbruch zu verüben. In der Bäckerei im Baumarkt hatten sie es auf das Geld in einem Tresor abgesehen. Erste Ermittlungen ergaben Verdachtsmomente, dass das Duo für weitere Einbrüche verantwortlich sein könnte. Beide werden im Laufe des Sonntagnachmittags dem Haftrichter vorgeführt.

Die verletzten Polizeibeamten erlitten Prellungen, Hämatome und Schnitt- und Schürfwunden im Bereich der Arme und Beine. Dank ihrer Schutzwesten ließen sich schlimmere Folgen verhindern. Dennoch konnten beide ihren Dienst nicht fortsetzen und befinden sich in ärztlicher Behandlung.

Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe und das Kriminalkommissariat Bruchsal haben die Ermittlungen aufgenommen. 

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