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10.03.2010

Einbrecher verwechseln Streifenwagen mit Taxi

LEONBERG. Richtig dumm gelaufen ist es in der Nacht auf Dienstag für zwei mutmaßliche Einbrecher. Weil sie bei ihrem Einbruch so viel Beute machten, dass sie selbst das Diebesgut nicht mehr tragen konnten, bestellten sie sich nach Angaben der Polizei ein Taxi. Als der Wagen vorfuhr, luden sie die Beute ein und stiegen zu – ohne zu merken, dass das vermeintliche Taxi ein mit zwei Polizisten besetzter Streifenwagen war.

Das Duo war um kurz nach Mitternacht auf bislang noch ungeklärte Weise offenbar in ein Pflegeheim in der Seestraße in Leonberg eingedrungen und hatte dabei einen stillen Alarm ausgelöst. Während Pflegedienstmitarbeiterinnen über Notruf die Polizei alarmierten, schauten sich die Eindringlinge im Gebäude nach Beute um. Mit einem Flachbild-Fernsehgerät, einem Videorekorder und einem DVD-Spieler konnten sie schließlich die Flucht ergreifen, noch ehe eine erste Streife des Leonberger Polizeireviers vor Ort eintraf.

Wie sich später herausstellen sollte war den Tätern ihre Beute allerdings zu sperrig und zu schwer, um sie für längere Zeit durch die Gegend zu tragen. Kurz entschlossen bestellten sie ein Taxi in die Arndtstraße und wollten von dort aus ihr Diebesgut gemütlich nach Hause chauffieren lassen.

Und wie es der Zufall manchmal so will, wurde eine Polizeistreife keine 15 Minuten nach dem Einbruch auf zwei am Straßenrand der besagten Arndtstraße stehende dunkle Gestalten aufmerksam. Direkt neben ihnen, auf einem Mauersockel, lag die Beute aus dem Pflegeheim. Als der Streifenwagen auf Höhe des Duos stoppte, forderte einer der beiden Männer den Fahrer wild gestikulierend auf, dass er sofort sein Fahrzeug aufmachen solle, damit sie einladen können. Zeitgleich begannen sie an der Tür des Wagens zu rütteln. Verrückt aber wahr: Die flüchtigen Einbrecher verwechselten den blau-silber lackierten Mercedes Vito-Streifenwagen offenbar mit dem von ihnen erwarteten Taxi und registrierten anfangs noch nicht einmal, dass die beiden im Auto sitzenden Insassen eine Uniform trugen. Was folgte war das Klicken der Handschellen und eine Freifahrt in einem Streifenwagen direkt zur Leonberger Wache. Dass das georderte Taxi nur wenige Minuten später ebenfalls eintraf, dürfte das Duo da wohl auch nicht mehr getröstet haben.

 

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