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EnBW wehrt sich gegen Abzocke-Vorwürfe der Grünen.
EnBW wehrt sich gegen Abzocke-Vorwürfe © dpa
03.08.2010

EnBW wehrt sich gegen Abzocke-Vorwürfe

STUTTGART/KARLSRUHE. Der Karlsruher Energieversorger EnBW hat sich gegen den Abzocke-Vorwurf der Grünen zur Wehr gesetzt. „Die EnBW hat in diesem Jahr in der Grundversorgung keine Preise erhöht“, betonte ein Sprecher des Unternehmens am Dienstag.

Die Grünen hätten sich für ihre Studie einen „isolierten Aspekt herausgegriffen“ und kämen daher „zu keinen korrekten Schlüssen“. Die Grünen werfen den Stromkonzernen vor, günstigere Einkaufspreise nicht an die Kunden weiterzugeben.´Wie schon der Branchenverband BDEW verwies die EnBW auf verschiedene Faktoren, von denen der Strompreis abhänge. Nicht nur die Beschaffungskosten seien für den Preis entscheidend, sondern auch die Netzentgelte sowie Steuern und Abgaben.

Die Großmarktpreise wirkten sich stets zeitversetzt auf die Verbraucherpreise aus. „Auf dem Großmarkt sind die Preise zwar zurückgegangen, was sich kostendämpfend bemerkbar machen wird. Die gegenläufige Entwicklung sind jedoch die höheren Kosten durch die Förderung der erneuerbaren Energien“, sagte der Sprecher und verwies auf die höhere Ökostrom-Umlage. Die Versorger würden außerdem den Großteil ihres Stroms langfristig im Voraus einkaufen und so starke Preissprünge verhindern.