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Werden Atomkraftwerke abgeschaltet? EnBW-Chef Villis schließt das nicht aus.
enbw © dpa
25.08.2010

EnBW-Chef erwägt Stillegung von Atommeilern

BERLIN/STUTTGART. In der Debatte um Laufzeiten und Abgaben für Kernkraftwerksbetreiber will der Chef des Energiekonzerns EnBW, Hans-Peter Villis, das Abschalten einzelner Anlagen nicht ausschließen. "Wir haben der Politik nie damit gedroht, Kernkraftwerke stillzulegen. Aber es muss auch für uns der Grundsatz gelten dürfen, dass wir Anlagen nur betreiben, wenn das betriebswirtschaftlich dauerhaft sinnvoll ist", sagte er dem "Handelsblatt".

Wenn das nicht mehr möglich sei, bleibe keine andere Wahl, als eine Stilllegung von Anlagen zu prüfen. Villis reagierte damit auf die Signale der Bundesregierung, neben einer Brennelementesteuer in Höhe von 2,3 Milliarden Euro jährlich von den vier Kernkraftwerksbetreibern zusätzlich Beiträge zum Ausbau der erneuerbaren Energien zu verlangen.

Über Umfang und Ausgestaltung dieser Beiträge herrscht im Moment noch Unklarheit. "Die Gemengelage ist für uns unübersichtlich», sagte Villis. Die zum Teil widersprüchlichen Aussagen seien ein Problem. "Etwas mehr Verlässlichkeit würde helfen", sagte der EnBW-Chef.

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