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Jugendcamp © dpa
06.07.2014

Erkrankungswelle in Jugendcamp - 60 Menschen betroffen

Ulm. Sanitäter in Ganzkörperanzügen, Quarantänezelte und Desinfektionsanlagen: Rettungskräfte in Ulm mussten am Sonntag mit Spezialausrüstung zu einem Großeinsatz ausrücken. Rund 60 Menschen hatten angegeben, unter akuten Magen-Darm-Beschwerden zu leiden. Die Symptome traten nach Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft bei Teilnehmern des sogenannten Donau-Jugendcamps in der Nacht von Samstag auf Sonntag auf. Am Morgen wurde der Rettungsdienst verständigt. Auf dem Gelände einer Jugendherberge waren mehr als 80 Helfer im Einsatz.

Die Polizei nahm die Ermittlungen auf und informierte das Gesundheitsamt und die Lebensmittelüberwachung der Stadt Ulm. Nach ersten Ermittlungen gelten Lebensmittelvergiftungen als Ursache. Wo sich die Erkrankten diese zuzogen, stand zunächst nicht fest.

Am Sonntagabend gaben die Organisatoren erste Entwarnung: Die Teilnehmer des Camps befänden sich alle auf dem Weg der Besserung. Die Erkrankung der Jugendlichen sei nicht auf das Essensangebot des Marktes der Donauländer zurückzuführen, sagte Festivalleiterin Sabine Meigel: «Die Teilnehmer des Jugendcamps wurden extern verpflegt.»

Die Betroffenen stammen aus den europäischen Donau-Anrainerstaaten. Die gut 140 Teilnehmer des Camps sind überwiegend Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren. Sie kommen neben Deutschland aus Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kroatien, Österreich, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Tschechien, der Ukraine und Ungarn. In ihrer Heimat besuchen sie überwiegend deutsche Schulen.