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© dpa
10.11.2015

Ermittler nutzen neue Technik im Mordfall Bögerl

Ulm. Von den Tätern gibt es seit mehr als fünf Jahren keine Spur. Die Polizei lässt aber nicht locker und will den Mord an der Bankiersgattin Maria Bögerl aufklären - sie nutzt dazu eine neue Technik.

Auch fünfeinhalb Jahre nach dem Mord an der Bankiersgattin Maria Bögerl suchen die Ermittler weiter hartnäckig nach dem Täter. Mit einer neuen Software würden derzeit 600 000 alte Datensätze ausgewertet - darunter vor allem Handy-Verbindungsdaten aus dem Tatzeitraum, bestätigte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Ellwangen entsprechende Medienberichte. «Neue Software kann Fehler in Datensätzen finden und bereinigen», sagte der Sprecher. Mit Glück gewinnen die Ermittler durch die neue Technik auch eine neue Spur.

Der Fall Bögerl ist einer der großen ungelösten Mordfälle in Deutschland: Die Frau des damaligen Heidenheimer Sparkassenchefs Thomas Bögerl wurde im Mai 2010 aus ihrem Haus entführt. Die Täter verlangten 300 000 Euro, die Übergabe des Lösegelds scheiterte. Anfang Juni fand ein Spaziergänger die verweste Leiche der 54-Jährigen an einem Waldrand bei Heidenheim. Tausende Männer aus Neresheim (Ostalbkreis) und Giengen an der Brenz (Kreis Heidenheim) beteiligten sich bereits an DNA-Massentests. Doch die Ermittler der Soko «Flagge» treten bislang weiter auf der Stelle.