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Tierversuche an affen in tübingen zunächst weiter erlaubt © Symbolbild: Picture Alliance
30.01.2015

Ermittler rechnen nicht mit frühen Ergebnissen zu Affenversuchen

Tübingen. Nach der Durchsuchung des Tübinger Max-Planck-Instituts wegen umstrittener Affenversuche rechnet die Staatsanwaltschaft nicht mit schnellen Ergebnissen. «Allein wegen des Umfangs der Akten und der angeforderten Materialien und Videoaufnahmen wird es Wochen gehen, bis wir einen Sachstand haben», sagte ein Sprecher der Behörde am Freitag. Erst dann könne geprüft werden, ob es einen hinreichenden Verdacht gibt, um Anklage zu erheben.

Das Max-Planck-Institut für biologische Kybernetik in Tübingen war im September vergangenen Jahres nach einem Fernsehbericht in die Kritik geraten. Es ging um Bilder, die ein Tierschützer mit versteckter Kamera gemacht haben soll. Darauf waren unter anderem Affen mit offenen Wunden zu sehen, einige Tiere übergaben sich. Die Max-Planck-Gesellschaft hatte die Vorwürfe zurückgewiesen, zugleich aber eine bessere Betreuung der Tiere angekündigt.

Am Dienstag hatte die Staatsanwaltschaft das Institut schließlich durchsucht. Aufgrund mehrerer Strafanzeigen und Ermittlungen bestehe der Anfangsverdacht, dass es bei den Versuchen mit den Affen zu Verstößen gegen das Tierschutzgesetz gekommen sei, teilte die Behörde mit. Bei der Durchsuchung wurden umfangreiche Unterlagen sichergestellt, die nun ausgewertet würden. Sie sollen Aufschluss über die Versuchsabläufe und Verantwortlichkeiten geben.