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17.09.2016

Ermittlungen zu Todesfällen mit NSU-Bezug eingestellt

Karlsruhe. Die Staatsanwaltschaft Karlsruhe hat ihre Ermittlungen zu zwei Todesfällen im Zusammenhang mit der rechtsextremen Terrorzelle „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU) eingestellt. Es gebe keine Hinweise auf Fremdverschulden, sagte ein Behördensprecher. Es geht um eine 20 Jahre alte Zeugin im NSU-Untersuchungsausschuss im Landtag sowie deren Freund.

Die Frau war bereits 2015 gestorben; die Ermittlungen dazu wurden im September 2015 eingestellt. Der 31 Jahre alte Freund tötete sich den Erkenntnissen zufolge im Februar dieses Jahres selbst. Die Ermittlungen hierzu wurden im Juli zu den Akten gelegt. Der Mann war in dem Haus gefunden worden, in dem er mit seiner Freundin bis zu ihrem überraschenden Tod gelebt hatte.

Die 20-Jährige erlag einer Lungenembolie. Zuvor war sie vom NSU-Ausschuss vernommen worden, weil sie die Ex-Freundin des früheren Neonazis Florian H. war. Auch er lebt nicht mehr. Im Herbst 2013 wurde er in Stuttgart tot in seinem ausgebrannten Auto gefunden. Die Ermittler gingen auch da von einem Suizid aus.