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27.07.2012

Ermittlungen zum Rastatter Hochhausmord führen zu Tötungsdelikt in Südfrankreich

Rastatt. Nach wie vor dauern die Ermittlungen der Soko „Hochhaus“ zum Mord an Horst Dieter Pfirrmann an. Trotz der wenigen bisher aus der Bevölkerung eingegangenen Hinweise, wurden bislang 450 Spuren und 700 Personen überprüft. Dennoch gelang es zuletzt nicht, die Hintergründe der Tat aufzuhellen. Der 82 Jahre alte Rastatter Hochhaus-Besitzer war ermordet in seiner Penthouse-Wohnung gefunden worden.

Ein gegen einen 63-jährigen Wohnsitzlosen gerichteter Tatverdacht, der sich in der Zwischenzeit ergeben hatte, bestätigte sich nicht. Der Mann war wegen eines unterschlagenen Fahrzeugs in Rastatt kurz nach der Tat in Verbindung mit den Hochhausmord-Ermittlungen gebracht worden. Im Laufe der weiteren Nachforschungen stießen die Ermittler auf ein durch den 63-Jährigen in Südfrankreich begangenes Tötungsdelikt. Hierzu laufen die weiteren Ermittlungen der französischen Behörden noch.

Ungeachtet dessen kam der Mann zunächst in Deutschland wegen mehrerer bestehender Haftbefehle, unter anderem wegen Betruges, in Haft. Im Übrigen brachten auch die weiteren Ermittlungen zu einem im Jahr 2009 verübten Raubüberfall auf Horst Dieter Pfirrmann die Sonderkommission keinen entscheidenden Schritt voran. Der Vater erwachsener Kinder lebte meist alleine in der Wohnung.

Unter Hinweis auf die von der Staatsanwaltschaft Baden-Baden ausgesetzte Belohnung in Höhe von 3000 Euro bittet die Soko „Hochhaus“ weiterhin die Bevölkerung um deren Mithilfe. 135 Mieter im Hochhaus waren zuvor schon auf freiwillger Basis zum Speicheltest gebeten worden. Sachdienliche Angaben, die unter bestimmten Voraussetzungen auch vertraulich behandelt werden können, nimmt die Sonderkommission unter (07222) 761-366 entgegen. Das vertrauliche Telefon ist unter (07222) 985130 geschaltet. pol/tok