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25.07.2014

Ermordeter Achtjähriger beigesetzt - Keine Spur vom Täter

Vom Mörder des acht Jahre alten Armani in Freiburg fehlt weiter jede Spur. Jetzt wurde der Junge im Familienkreis beigesetzt. Bei einem Trauermarsch sollen die Bürger ihre Anteilnahme zeigen können.

Der getötete acht Jahre alte Armani ist in Freiburg beerdigt worden. Bei der Zeremonie am Freitag war die Öffentlichkeit ausgeschlossen, wie die Polizei mitteilte. Um Fotos und Filmaufnahmen zu verhindern, hatte das Ordnungsamt der Stadt eine entsprechende Verfügung verhängt.

Ein Spaziergänger hatte den toten Jungen am Montagfrüh in einem Bach gefunden. Der Achtjährige war zuletzt am Sonntagabend auf einem Spielplatz lebend gesehen worden. Eine konkrete Spur zum Täter hat die Polizei nach eigenen Angaben nicht. Aus der Bevölkerung sind in den vergangenen Tagen mehr als 180 Hinweise eingegangen, sagte eine Sprecherin. Zum Täter hätten sie bislang nicht geführt.

Der Fußball, mit dem der Junge zuletzt unterwegs war, sei trotz einer erneuten Suchaktion nicht gefunden worden. Wie der Junge zu Tode kam, will die Polizei nicht sagen. Hinweise auf ein Sexualverbrechen gebe es zwar nicht, es werde von den Ermittlern aber auch nicht ausgeschlossen, hieß es.

Am Donnerstagabend gab es in Gedenken an den ermordeten Jungen eine Mahnwache in Freiburg, an der rund 200 Menschen teilnahmen. Für diesen Samstag ist ein Trauerzug geplant. Die Organisatoren, die über Facebook zur Teilnahme aufgerufen haben, rechnen mit mehr als 1000 Menschen. Katholische und evangelische Kirche in Freiburg werden sich an dem Trauerzug beteiligen und ein ökumenisches Gebet organisieren, teilten Sprecher der Kirchen am Freitag mit.

Angehörige des Jungen haben unterdessen eine Online-Petition gestartet. Sie fordern darin unter anderem einen besseren Schutz für Kinder sowie eine lebenslange Sicherungsverwahrung für Kindermörder.