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Ein Schild am Eingang der Psychiatrischen Fachklinik in Wiesloch heißt Besucher herzlich willkommen. Zum Problem wird es, wenn Patienten mit schweren Störungen fliehen, wie im Mai des Jahres der "Taximörder vom Bodensee".
Ein Schild am Eingang der Psychiatrischen Fachklinik in Wiesloch heißt Besucher herzlich willkommen. Zum Problem wird es, wenn Patienten mit schweren Störungen fliehen, wie im Mai des Jahres der "Taximörder vom Bodensee". © Symbolbild: dpa
26.12.2011

Erneut Patient aus Psychiatrie in Wiesloch geflohen

Wiesloch. Mit einem Großaufgebot sucht die Polizei nach einem entflohenen Patienten aus dem Psychiatrischen Zentrum Nordbaden (PZN) in Wiesloch. Der 32 Jahre alte Mann war am Sonntagmittag zu Fuß vom Gelände der Psychiatrie geflüchtet, teilte die Polizei am Montag mit. Die Beamten fahnden mit einem Hubschrauber und Hunden nach dem psychisch kranken Mann mit «auffällig watschelndem Gang». Er war auf richterliche Anordnung in dem Zentrum.

Der 32-Jährige ist 1,75 Meter groß und hat grau-melierte, kurze Haare und eine hohe Stirn. Die genauen Umstände seiner Flucht waren zunächst unklar. Die Polizei geht davon aus, dass er sich im Freien aufhält und sich möglicherweise in einer hilflosen Lage befindet.

Aus dem Psychiatrischen Zentrum sind in der Vergangenheit immer wieder Patienten geflohen. Spektakulärster Fall war im Mai 2011 die Flucht des «Taximörders vom Bodensee», der am Folgetag wieder geschnappt werden konnte. Er war beim Hofgang weder begleitet noch videoüberwacht worden. Als Konsequenz hatte das PZN bei einem Neubau nachgebessert: mit Videoüberwachung, zusätzlichen Gittern an den Fenstern und mehr Draht auf den Mauern.

Nach einer erneuten Flucht eines Patienten Ende September verstärkte das PZN die Sicherheitsmaßnahmen nochmals und ließ Natodrahtrollen und einen Übersteigschutz auf den Mauern des Bereichs für die weniger sicherungsbedürftigen Patienten anbringen. Ein 21-Jähriger hatte beim Hofgang eine fast fünf Meter hohe Mauer überwinden können, war aber nach einer rund 90-minütigen Großfahndung entdeckt worden. dpa

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