nach oben
Ein 46-jähriger Mann ist zuerst in Schlangenlinien durch Karlsruhe gefahren und hat sich dann mit der Polizei eine Verfolgungsjagd durch Karlsruhe geliefert.
Ein 46-jähriger Mann ist zuerst in Schlangenlinien durch Karlsruhe gefahren und hat sich dann mit der Polizei eine Verfolgungsjagd durch Karlsruhe geliefert. © dpa
06.02.2011

Erst Schlangenlinien, dann Verfolgungsjagd mit der Polizei

KARLSRUHE. Wer in Schlangenlinien durch die Stadt fährt, hat gemeinhin Probleme mit der Kontrolle seines Autos. Doch am Samstagmorgen gegen 4.30 Uhr staunten die Beamten einer Polizeistreife in der Karlsruher Innenstadt nicht schlecht, als ein offensichtlich mit dem Geradeausfahren kämpfender Autofahrer plötzlich beschleunigte und durch die Stadt raste. Gleich mehrere Streifenwagen beteiligten sich an der Verfolgungsjagd vom Zentrum in den Westen der Stadt, die für zwei Autos im Schotterbett von Straßenbahngleisen endete.

Die Beamten, die den in Schlangenlinien kurvenden 46-jährigen Mann aus Rheinstetten kontrollieren wollten, hatten dazu erst verspätet Gelegenheit, denn beim Erkennen der Polizei beschleunigte der Fahrer und versuchte, sich der Kontrolle zu entziehen. Mit weit überhöhter Geschwindigkeit flüchtete er durch verschiedene Straßen in das westliche Stadtgebiet und wurde durch mehrere Streifenfahrzeuge verfolgt.

Beim Versuch, sein Fahrzeug zu wenden, kam der Flüchtende von der Fahrbahn ab und blieb im Schotter in den Straßenbahngleisen stecken. Ein nachfolgendes Streifenfahrzeug geriet hierbei ebenfalls in den Bereich der Gleisanlagen. Sowohl der Fluchtwagen als auch das Polizeiauto mussten aus dem Gleisbett geborgen und abgeschleppt werden.

Wie von den Beamten vermutet, hatte der 46-Jährige aus Rheinstetten vor Fahrtantritt zu viel Alkohol genossen. Nicht nur, dass die Flucht vergeblich war und eventuell zu einem Schaden am Auto geführt hat, der Betrunkene musste auch seinen Führerschein abgeben und darf nun mit einer Anzeige durch die Staatsanwaltschaft rechnen. pol