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rote karte © picture alliance / dpa
14.03.2014

Erst auf dem Sportplatz randaliert und dann eigene Mutter bedroht

Bietigheim-Bissingen. Vermutlich weil er zu viel getrunken, sorgte ein 27-Jähriger um 19.30 Uhr für den Abbruch eines Fußballspiels auf dem Sportgelände Ellental. Er rannte als Zuschauer auf das Spielfeld und schnappte sich den Ball. Als er daraufhin von einem Torwart gefoult wurde, sah dieser die rote Karte.

Danach entwickelten sich tumultartige Szenen zwischen den Spielern und dem Schiedsrichter, so dass dieser schließlich das Spiel abbrach, während der Verursacher des Ganzen sein rabiates Verhalten auch nach Verlassen des Sportgeländes fortsetzte. Mehrere Zeugen beobachteten, wie der Mann auf seinem Weg in Richtung Talstraße gegen drei parkende Autos trat und ein Baustellenschild sowie einen Blumenkübel umwarf.

In der Mühlwiesenstraße drosch der 27-Jährige auf ein Auto ein, dessen Fahrer verkehrsbedingt am dortigen Fußgängerüberweg halten musste. Die Polizei konnte den Täter schließlich vor dem Eingang eines Einkaufsmarkts dingfest machen. Der von ihm verursachte Sachschaden beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen konnte der 27-Jährige das Polizeirevier wieder verlassen, worauf er sich zur Wohnanschrift der Mutter nach Bissingen begab und nach zunächst verbalen Drohungen ihr gegenüber auch handgreiflich wurde. Sie setzte sich erfolgreich zur Wehr, so dass der Sohnemann kurzzeitig das Weite suchte.

Als er erneut aufkreuzte, kam es wiederum zu einer tätlichen Auseinandersetzung. Dieses Mal griff der 27-Jährige den Mann der Mutter an, worauf dieser ihn endgültig in die Flucht schlug. Die hinzugerufenen Polizisten konnten ihn nicht mehr aufspüren. Er muss nun mit einer Anzeige wegen Sachbeschädigung, Bedrohung, Beleidigung und Körperverletzung rechnen.