Erster Fall von Affenpocken in Baden-Württemberg bestätigt
In Baden-Württemberg ist ein Fall von Affenpocken nachgewiesen worden, ein Patient wird im Universitätsklinikum Freiburg behandelt. Gesundheitsminister Lucha sieht vorerst keine große Gefahr. Behörden sollen aber aufmerksam sein. 

Erster Patient in seiner Klinik: Freiburger Virologe erwartet keine Affenpocken-Epidemie

Freiburg. Der Freiburger Virologe Hartmut Hengel erwartet nach den ersten Affenpockenfällen in Deutschland keine wirkliche Epidemie. Das Virus fliege nicht durch die Luft, sondern werde durch Hautkontakt und Sekrete übertragen. "Deswegen ist auch die Ansteckungsdynamik, die wir erwarten, bei Weitem nicht die wie bei Corona", sagte der Experte der "Badischen Zeitung".

Es gebe keinen in Deutschland zugelassenen Impfstoff gegen Affenpocken. Man wisse aber, dass Impfstoffe gegen die echten Pocken auch gegen Affenpocken gut wirkten – man könnte diese in speziellen Fällen anwenden.

Erster Fall von Affenpocken in Baden-Württemberg bestätigt
Baden-Württemberg

Erster Fall von Affenpocken in Baden-Württemberg bestätigt

Hengel rechnet damit, dass entsprechende Empfehlungen etwa für Kontaktpersonen und klinisches Personal aufgrund der jetzigen Ereignisse bald kommen. "Ich würde mir das wünschen, weil wir am Universitätsklinikum ja die isolierungspflichtigen Patienten behandeln", sagte Hengel von der Universitätsklinik Freiburg, wo der Infizierte aus dem Ortenaukreis behandelt wird.

In Baden-Württemberg ist der erste Fall von Affenpocken nachgewiesen worden. Ein Patient aus dem Ortenaukreis mit einer entsprechenden Infektion wird seit Sonntagabend am Universitätsklinikum Freiburg stationär versorgt.