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Ein 20-Jähriger hat in Mahlstetten bei Tuttlingen wahrscheinlich mit einer vollautomatischen Waffe mehrere Kühe erschossen. Die Polizei hat jetzt ein Waffenlager entdeckt, das sich ihm anscheinend zuordnen lässt. Die Tatwaffe bleibt jedoch noch verschwunden.
Ein 20-Jähriger hat in Mahlstetten bei Tuttlingen wahrscheinlich mit einer vollautomatischen Waffe mehrere Kühe erschossen. Die Polizei hat jetzt ein Waffenlager entdeckt, das sich ihm anscheinend zuordnen lässt. Die Tatwaffe bleibt jedoch noch verschwunden. © Symbolbild: dpa
04.11.2013

Erstes Waffenlager des schießwütigen Kuh-Killers gefunden

Einen ersten Teilerfolg verbuchen die Ermittler von Kriminalpolizei Konstanz und Tuttlingen im Fall um einen 20-Jährigen, der im Verdacht steht, in der Nacht auf den 21. Oktober in Mahlstetten mehrere Kühe mit einer vollautomatischen Waffe getötet und verletzt zu haben. Die Kriminalpolizisten konnten ein erstes Waffenlager finden.

So führten die in der Woche nach der eigentlichen Tat mit vielen Kräften angelegten Suchaktionen im Landkreis Tuttlingen zum Fund des versteckten Waffenlagers, in dem mehrere scharfe Handfeuerwaffen und verschiedene Geschosse lagerten. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg untersuchen derzeit noch die Waffen. Unterdessen gehen die Ermittlungen unvermindert weiter. Zum einen dauert die Suche nach der in Mahlstetten benutzten Waffe – möglicherweise einer vollautomatischen Schusswaffe – und weiteren tatrelevanten Gegenständen noch an. Zum anderen will die Polizei herausfinden, ob es Mittäter gab.

In der Nacht auf den 21. Oktober kurz vor 23 Uhr hörten Zeugen auf einer Koppel nah der Gemeinde Mahlstetten mehrere Salven aus einer Schusswaffe, ohne diese näher eingrenzen zu können. Die Schüsse fielen in schneller Abfolge möglicherweise aus einer vollautomatischen Waffe. Als ein Landwirt eine halbe Stunde nach den Schüssen ins Freie ging, um nach seinen Tieren zu sehen, fand er mehrere Kühe erschossen oder schwer verletzt auf einer Viehweide unweit seines Anwesens.

Beamte der Kriminalpolizei Konstanz und Tuttlingen nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen auf. Diese führten zu einem 20-Jahre alten Mann aus dem Landkreis Tuttlingen. Der stand bereits in der Vergangenheit im Verdacht, im Landkreis Konstanz durch Schüsse aus einer Waffe und unter freiem Himmel Straftaten verübt zu haben. Wegen des dringenden Tatverdachts auf Verbrechen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz wurde der junge Mann durch ein Spezialeinsatzkommando der Polizei bereits am 21. Oktober an seiner Wohnanschrift im Landkreis Tuttlingen vorläufig festgenommen. Der Tatverdächtige befindet sich nach wie vor in Untersuchungshaft.