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Foto: Symbolbild © dpa
21.05.2015

Erzieher streiken während der Pfingstferien nur vereinzelt

Kurze Entspannung an der Kita-Front: Die Erzieher in den kommunalen Kindertagesstätten wollen in den Pfingstferien nur noch vereinzelt ihre Arbeit niederlegen. «Wir gönnen allen Betroffenen, Streikenden wie Eltern, nun diese Verschnaufpause», sagte die stellvertretende Verdi-Landeschefin Dagmar Schorsch-Brandt am Donnerstag in Stuttgart. Die Gewerkschaft plane jedoch, die Ausstände vom 8. Juni an wieder flächendeckend und unbefristet fortzusetzen, sollte keine Einigung mit den Arbeitgebern erzielt werden.

Bis dahin ist laut Verdi ein Streiktag in den Behinderteneinrichtungen für den 27. Mai geplant, ebenso ein Tagesstreik in etlichen Kitas und sozialen Diensten am 28. Mai. An diesem Freitag sollte der Arbeitskampf aber noch fortgesetzt werden. Erstmals werde die Region Stuttgart nicht betroffen sein. Die Gewerkschaft rief Beschäftigte in Ulm, Heidenheim und Giengen zur Niederlegung der Arbeit auf sowie in Freiburg. Insgesamt wird mit mehr als 1000 Streikenden gerechnet.

Am Donnerstag waren über 5000 Beschäftigte im Südwesten im Ausstand. Von der Tarifrunde sind in Baden-Württemberg rund 30 000 Erzieherinnen und weitere 10 000 Sozialarbeiter betroffen. Die Gewerkschaften Verdi und GEW fordern für die Beschäftigten eine bessere Eingruppierung - im Schnitt geht es etwa um zehn Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände hält das für unbezahlbar. Sie hatte die Gewerkschaften zur Rückkehr an den Verhandlungstisch aufgerufen.