760_0900_25101_.jpg Mappus wehrt sich: Der ehemalige Ministerpräsident äußert sich im PZ-Interview
Stefan Mappus kann die gegen ihn erhobenen Vorwürfe nicht nachvollziehen. Im PZ-Interview geht er in die Offensive. 

Exklusiv: Mappus äußert sich im PZ-Interview zum EnBW-Deal

Pforzheim. Stefan Mappus ist viel unterwegs in diesen Tagen. Das bringt sein Job als Berater eines IT- und Softwareunternehmen mit Sitz in der Nähe von München mit sich. Trotzdem hat er sich Zeit genommen, der PZ einige Fragen zu beantworten.

In den vergangenen Monaten hatte Mappus es oft vorgezogen, zu schweigen. Er wollte nicht ständig Stellung nehmen zum EnBW-Deal. Zu jener Transaktion, mit der das Land 45 Prozent der EnBW-Aktien zurückkaufte, die der französische Konzern EdF hielt. 4,7 Milliarden Euro hatte der damalige Ministerpräsident Mappus als Kaufpreis ausgehandelt. 780 Millionen Euro zu viel, wie ein in dieser Woche veröffentlichtes Gutachten errechnet hat.

Mappus zweifelt die Zahlen an und verweist auf ein anderes Gutachten, das am selben Tag veröffentlicht worden sei. Der Ökonom Henner Schierenbeck, bis zu seiner Emeritierung Professor an der Universität Basel, habe „den Kaufpreis nicht nur bestätigt, sondern sogar als guten Preis“ dargestellt.

Mappus will die Vorwürfe nicht stehen lassen, er geht in die Offensive. Auf die Frage, ob er beim Rückkauf der Aktien etwas anders machen würde, antwortet er: „In ökonomischer Hinsicht würde ich dasselbe jederzeit nochmals tun, im Wissen der rechtlichen Würdigung durch den Staatsgerichtshof natürlich nicht.“ Der Staatsgerichtshof hatte den Deal, den Mappus am Parlament vorbei vollzogen hatte, als Verstoß gegen die Verfassung gerügt. Auch deshalb befasst sich ein Untersuchungsausschuss seit Monaten mit dem Aktien-Rückkauf.

Das ganze Interview lesen Sie in der „Pforzheimer Zeitung“ auf Seite 8 oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.