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Konstantin Berkovych, Erfinder des einseitig wirkenden Rüttelstreifens, steht an der Ausfahrt Lorch/Ost der B29. Durch die Kombination aus einer Rüttelmarkierung und einer Falschfahrerwarntafel sollen zukünftig an der Anschlussstelle Lorch/Ost Geisterfahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden.
Konstantin Berkovych, Erfinder des einseitig wirkenden Rüttelstreifens, steht an der Ausfahrt Lorch/Ost der B29. Durch die Kombination aus einer Rüttelmarkierung und einer Falschfahrerwarntafel sollen zukünftig an der Anschlussstelle Lorch/Ost Geisterfahrer auf ihr Fehlverhalten aufmerksam gemacht werden. © dpa
15.07.2017

Fahrbahnmarkierung soll Geisterfahrer wachrütteln

Nach schweren Unfällen mit Geisterfahrern soll eine neue Fahrbahnmarkierung Unfälle durch Falschfahrer verhindern. Nach Angaben des Landesverkehrsministeriums vom Samstag ist in Baden-Württemberg ist ein bundesweit einzigartiges Pilotprojekt gestartet.

Den Angaben zufolge sollen Falschfahrer buchstäblich wachgerüttelt und zusätzlich mit akustischen Signalen alarmiert werden. Die Markierung befindet sich an der Bundesstraße 29 an der Anschlussstelle Lorch/Ost.

«Es gibt viele innovative Ideen, Falschfahrer stoppen zu können, aber diese Variante erscheint vielversprechend», sagte Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne). «Wir wollen sehen, ob sie sich bewährt und gegebenenfalls an weiteren Anschlussstellen zum Einsatz kommen kann.» Hermann stellte die Neuerung am Samstag bei einer gemeinsamen Testfahrt mit dem Erfinder - einem Polizisten aus Sachsen - vor.

Auf der B29 war im Januar das Auto einer 72 Jahre alten Falschfahrerin mit einem entgegenkommenden Fahrzeug zusammengestoßen. Sie und der 20 Jahre alte Fahrer des anderen Autos starben.

Die Markierung besteht aus mehreren Segmenten, die bei der Überfahrt aus der falschen Richtung einen Rütteleffekt bewirken und Geräusche abgeben, aber von vorschriftsmäßig fahrenden Menschen kaum wahrgenommen werden.