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So ähnlich könnte er ausgesehen haben, der Heißluftballon, der in Winnenden ein Flachdach eines Klinikums streifte und dann einfach durch die Lüfte davonfuhr, ohne sich um den Schaden zu kümmern.
So ähnlich könnte er ausgesehen haben, der Heißluftballon, der in Winnenden ein Flachdach eines Klinikums streifte und dann einfach durch die Lüfte davonfuhr, ohne sich um den Schaden zu kümmern. © Symbolbild: dpa
09.03.2014

Fahrerflucht der anderen Art: Heißluftballon kracht gegen Klinik und verschwindet

Winnenden. Wenn Unfallgegner sich mit dem Auto zur Fahrerflucht entscheiden, treten sie kräftig aufs Gaspedal. Wenn Ballonfahrer sich vom Unfallort verdrücken wollen, geben sie dem Brenner Gas per Handhebel. Im ersten Fall wäre es in der Regel nicht schwer, am Unfallort zu bleiben. Mit dem Heißluftballon sieht das schon anders aus. Und so sucht die Polizei in Winnenden nun nach dem Fahrer eines gelben Ballons mit „Warsteiner“-Aufschrift.

Ob der nicht nur brennbares Gas, sondern auch noch die flüssige Spezialität seines Ballonsponsors geladen hatte, ist nicht bekannt. So viel aber weiß die Polizei jetzt schon: Am Samstag gegen 15 Uhr soll der gelbe Heißluftballon, der das Gelände des Neubaus des Rems-Murr-Klinikums in Winnenden überfahren wollte, vor dem Bereich des Klinikgeländes gesunken sein. Ein Zeuge sagte, dass der Ballon den Anschein erweckte, als ob er landen wolle.

Kurz vor einer Landung wurde jedoch der Brenner betrieben, um wieder an Höhe zu gewinnen. Eine Böe habe in diesem Moment die Gondel gegen die Dachkante des Flachdachs des Technikbaus gedrückt. Nach dem Aufprall fuhr der Ballon in Richtung Westen weiter. An dem Gebäude entstand durch Fassadenabsplitterungen ein Schaden in Höhe von 500 bis 1000 Euro.

In der Gondel befanden sich Zeugenangaben zufolge etwa 10 bis 15 Personen, darunter möglicherweise auch Kinder. Die Passagiere sollen teilweise geschrien haben. Ob jemand verletzt wurde oder ob auch an der Gondel ein Sachschaden entstand, ist derzeit nicht bekannt.