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31.08.2013

Fahrerflucht nach tödlichem Autounfall - Täter nicht ermittelt

Rottweil (dpa/lsw) - Ein halbes Jahr nach einem tödlichen Verkehrsunfall bei Rottweil sinken die Chancen, den geflüchteten Unfallverursacher noch zu finden. Die Staatsanwaltschaft Rottweil habe die Anzeige gegen Unbekannt eingestellt, weil der Täter nicht zu ermitteln war, hieß es. Der Unbekannte hatte im März zwei Autos überholt ohne auf den Gegenverkehr zu achten.

Um einen Zusammenstoß zu vermeiden, bremste ein entgegenkommender Lastwagenfahrer scharf ab. Ein Autofahrer dahinter bemerkte die Bremsung zu spät und prallte in den Lastwagen. Der 69-Jährige starb noch am Unfallort.

Die Ermittler versuchten den Unbekannten unter anderem mittels einer Funkzellenauswertung zu finden. Dabei werden alle Mobilfunkbesitzer ausfindig gemacht, die in der Nähe des Unfallorts telefonierten. Die Gespräche können die Ermittler nicht nachträglich abhören, es werden ausschließlich Kontaktdaten ermittelt.

Verursacher von Verkehrsunfällen flüchten immer wieder. Auch auf Baden-Württembergs Straßen kommt es regelmäßig zu solchen Fällen. Nachdem er bei einem Überholmanöver einen Fahrradfahrer rammte und tödlich verletzte, flüchtete ein Autofahrer 2012 in Ellwangen. Der 45-Jährige wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

 2010 beging ein Autofahrer nach einem tödlichen Überholmanöver nahe Tübingen Unfallflucht. Ein 20-Jähriger starb. 2009 kamen bei einem Unfall mit Fahrerflucht in Rottenburg (Kreis Tübingen) zwei Menschen ums Leben. Weil der Fahrer eines Sportwagens unmittelbar vor einem anderen Auto einscherte, verlor der Fahrer des überholten Wagens die Kontrolle und stieß mit einem entgegenkommenden Lastwagen zusammen. Der Autofahrer sowie seine Mitfahrerin starben.