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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
11.02.2019

Fahrgast stoppt 21-Jährigen, der Ex-Freundin attackierte und mit Bier übergoss

Mannheim. Wie wichtig Zivilcourage ist, hat sich in einer Regionalbahn bei Mannheim gezeigt: Ein 59-Jähriger stoppte einen 21-Jährigen, der seine 20-jährige Ex-Freundin attackierte.

Wie aus einer Pressemitteilung der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe vom Montag hervorgeht, wurde die Bundespolizei zum Haltepunkt Mannheim-Luzenberg gerufen, da die Regionalbahn (RB 2) aufgrund des aggressiven Verhaltens eines Fahrgastes ihre Fahrt nicht fortsetzen konnte.

Ein 21-jähriger Deutscher habe zuvor seine 20-jährige Exfreundin in den Zug verfolgt. "Dort packte dieser die junge Frau mehrfach am Arm und am Kragen, drückte diese an ein Fenster und übergoss sie anschließend mit einer Dose Bier", so die Beamten. Als ein 59-jähriger Mitreisender beim planmäßigen Halt in Mannheim-Luzenberg auf die lautstarken Beleidigungen sowie die Nötigung aufmerksam wurde, sei dieser der Dame sofort zu Hilfe geeilt. Daraufhin habe der 21-Jährige den couragierten Helfer ebenfalls bedroht. Hierauf verständigte der Fahrgast über den Notrufknopf den Lokführer über das Geschehen. "Anschließend forderte der mutige Mitreisende den 21-Jährigen auf, die Bahn zu verlassen", so die Polizei.

Dem sei der Raufbold zunächst nachhekommen, habe sich aber kurzerhand wieder umentschieden. Doch der 59-Jährige verhinderte, dass sich der Rowdy wieder in den Zug drängte um die Geschädigte weiter zu drangsalieren. Hierbei wurde auch er vom Täter mit Schlägen und körperlicher Gewalt bedroht. Anschließend flüchtete der 21-Jährige.

Die Bundespolizei hat die Ermittlungen wegen Körperverletzung, Beleidigung, Nötigung und Bedrohung gegen den jungen Mann aufgenommen. "Aufgrund des vorbildlichen Verhaltens spricht die Bundespolizei dem couragierten Zeugen Lob und Anerkennung aus", heißt es in der Pressemitteilung abschließend.