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So sieht ein Fahrkartenautomat nach einer Sprengung aus. Bei fünf solcher Taten, die ein Ex-Fremdenlegionär verübt haben soll, entstand ein Schaden in Höhe von rund 160.000 Euro. Die Beute soll bei 6000 Euro liegen.
So sieht ein Fahrkartenautomat nach einer Sprengung aus. Bei fünf solcher Taten, die ein Ex-Fremdenlegionär verübt haben soll, entstand ein Schaden in Höhe von rund 160.000 Euro. Die Beute soll bei 6000 Euro liegen. © Polizei
13.09.2016

Fahrkartenautomaten gesprengt: Ex-Fremdenlegionär in U-Haft

Stuttgart-Zuffenhausen/Frankfurt. Polizeibeamte haben einen 35 Jahre alten und einschlägig vorbestraften Tatverdächtigen in Frankfurt/Main festgenommen, der im Verdacht steht, am 7. September einen Fahrkartenautomaten am Bahnhof Zazenhausen gesprengt zu haben. Dem ehemaligen Fremdenlegionär wird zur Last gelegt, im August und September in Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und im Saarland fünf Fahrkartenautomaten unter Einsatz eines Gasgemisches aufgesprengt und daraus Bargeld entwendet zu haben.

Nach intensiven Ermittlungen konnte der Beschuldigte am Abend des 10. September in einem Hotel im Frankfurter Bahnhofsviertel festgenommen werden. Im Hotelzimmer konnten zur

Sprengung benötigte Gegenstände wie Campinggaskartuschen, Schlauch, Feuerzeug und Stemmeisen aufgefunden und sichergestellt werden.

Bei den fünf Raubzügen entstand ein Schaden in Höhe von rund 160.000 Euro, während die Beute bei knapp 6000 Euro liegen soll – ein krasses Missverhältnis, vor allem, wenn man bedenkt, dass im hessischen Runkel-Arfurt nach dem Sprengen des Fahrkartenautomaten ein Schaden in Höhe von 30.000 Euro entstanden war, die Beute aber nur magere 120 Euro betragen haben soll. In Salmtal im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz entstand sogar ein Schaden in Höhe von 40.000 Euro. Weil der Automat nach der Sprengung auf die Vorderseite fiel und die Öffnung verdeckte, musste der Räuber hier sogar ohne Beute flüchten.

Der Beschuldigte wurde bereits 2014 vom Landgericht Darmstadt wegen der Sprengung von insgesamt 31 Fahrkartenautomaten zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt. Nach Verbüßung von zwei Drittel der verhängten Strafe wurde er aus der Haft entlassen worden. Die Vollstreckung des Restes der Freiheitsstrafe wurde zur Bewährung ausgesetzt. Aktuell sitzt der Ex-Fremdenlegionär in Untersuchungshaft.