nach oben
Dank des milden Wetters blühen in Stuttgart zum Jahreswechsel schon die Rosen. Baden-Württemberg ist mit rekordverdächtigen Plusgraden in das neue Jahr gestartet.
Dank des milden Wetters blühen in Stuttgart zum Jahreswechsel schon die Rosen. Baden-Württemberg ist mit rekordverdächtigen Plusgraden in das neue Jahr gestartet. © dpa
02.01.2012

Fast ein Temperaturrekord zum Jahresstart

Stuttgart/Baden-Baden. Baden-Württemberg ist mit rekordverdächtigen Plusgraden in das neue Jahr gestartet. Im Südwesten lagen die Temperaturen am Neujahrstag vielerorts deutlich über zehn Grad. Mit 14,6 Grad war es in Baden-Baden am wärmsten, gefolgt von Rheinstetten mit 13,3 Grad, sagte Christel Postuwka-Schluck vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Montag in Stuttgart.

Damit wurde fast der deutsche Temperaturrekord für den 1. Januar gebrochen, der mit 15 Grad 2007 in Stuttgart und 1921 in München gemessen wurde.

Auch in den nächsten Tagen soll der Winter nach DWD-Angaben nicht einkehren. Ein Sturmtief über Island sorgt für milde Temperaturen. Zur Wochenmitte zieht es nach Finnland weiter, verstärkt seine Wirkung und bringt Dauerregen und Wind nach Deutschland. In Höhenlagen soll der sogar Orkanstärke erreichen.

DWD-Experte Clemens Steiner schiebt die milden Temperaturen nicht nur auf die globale Erwärmung. «Der Klimawandel ist zwar ein Faktor für wärmere Winter, aber bei weitem nicht der einzige.» Kalte und schneereiche Winter werde es weiterhin geben.

Das ungewöhnlich milde Wetter wirkt sich bereits auf die Natur aus. In mehreren Regionen hat die Haselblüte begonnen - zwei bis vier Wochen früher als sonst. Damit wird die Pollensaison in diesem Jahr besonders früh eingeläutet.

Auch andere Frühblüher regen sich: So schauen in vielen Gärten die ersten Schneeglöckchen und Gänseblümchen aus der Erde. Sollte es noch einmal kalt werden, sei das für die Natur kein Problem, sagte Sabine Burgert vom Landesagrarministerium. «Es braucht mehr als ein paar milde Tage, um die Pflanzen aus dem Winterschlaf-Modus zu wecken.»

Mit Schnee ist in den kommenden Tagen nur in den Höhenlagen zu rechnen. Frühestens zum Wochenende hin wird es wieder winterlicher - mit kühleren Temperaturen. «Dann kann es auch bis runter in die Niederungen schneien», sagte Steiner. dpa

Leserkommentare (0)