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Fasching, Narren, Hexen, Guggenmusik

Zur Fastnacht starten im Südwesten große Veranstaltungen und Umzüge. Nach dem Terroranschlag in Berlin steht für die Organisatoren die Sicherheit im Mittelpunkt. Die Polizei warnt aber auch vor Trickdieben und übermäßigem Alkoholkonsum.
Zur Fastnacht starten im Südwesten große Veranstaltungen und Umzüge. Nach dem Terroranschlag in Berlin steht für die Organisatoren die Sicherheit im Mittelpunkt. Die Polizei warnt aber auch vor Trickdieben und übermäßigem Alkoholkonsum. © Symbolbild dpa
22.02.2017

Fastnacht soll sicher sein - Autosperren und erhöhte Polizeipräsenz

Stuttgart (dpa/lsw) - Fastnacht mit Autosperren und Videoüberwachung: Auch wenn die Behörden keine Kenntnis haben über konkrete Gefahren, gibt es vielerorts im Südwesten ein erweitertes Sicherheitskonzept.

In Karlsruhe sollen zum Beispiel erstmals auch Autosperren auf Zufahrtswegen aufgebaut werden. Das sei eine Konsequenz aus dem Anschlag mit einem Lastwagen auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin im Dezember, hieß es. Die Polizei verstärke ihre Präsenz im Vergleich zum Vorjahr noch einmal, sagte Einsatzführer Dieter Hoffert. Beim Umzug am 28. Februar würden bis zu 200 Beamte eingesetzt.

Die Stadt Mannheim will mit Müllwagen als Durchfahrtsperre und Polizisten mit Maschinenpistolen den Umzug am 26. Februar schützen. Die Polizei zieht zur Veranstaltung fast 100 Beamte zusätzlich hinzu, wie Polizeidirektor Dieter Schäfer sagte. Die Karnevalskommission kündigte zudem den Einsatz von 50 Mitarbeitern eines privaten Sicherheitsdienstes an. In Flüchtlingsheimen will die Stadt erneut Plakate aufhängen. «Darauf steht, was Fastnacht ist – und was an diesen Tagen geht und was nicht geht», sagte Sicherheitsdezernent Christian Specht. «Wir wollen mögliche Missverständnisse verhindern.»

Aus Stuttgart verlautete, die Landeshauptstadt wolle ihren Umzug mit Videoüberwachung, starker Polizeipräsenz und Durchfahrtsperren schützen. Denkbar sind dazu Beton-Poller und Feuerwehr-Fahrzeuge.

Mit Nachdruck warnte die Polizei landesweit vor sogenannten K.-o.-Tropfen, die Opfern unbemerkt in Getränke gemischt werden könnten. Auch Taschen- und Trickdiebe sowie Autoknacker seien in der Fastnachtszeit besonders aktiv, hieß es. Gegen Drogen und übermäßigen Alkoholkonsum würden die Behörden weiterhin kompromisslos vorgehen.

Vor kurzem hatte Innenminister Thomas Strobl (CDU) angekündigt, dass die Polizei bei großen Fastnachts-Veranstaltungen deutlich sichtbar auftreten werde. Eine hohe Präsenz der Beamten mit Waffen und Schutzausstattung mache die Feste objektiv und subjektiv sicherer.

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